erweiterte Suche
Mittwoch, 13.06.2018

Wo man WM gucken kann

Neben Orten, die sich bereits seit vielen Turnieren bewährt haben, gibt es diesmal auch einen Neuling in der Domstadt.

Von Stephan Hönigschmid

Mitarbeiter der Evangelischen Akademie freuen sich bereits auf die Fußball-WM. Zum ersten Mal werden die Spiele auch live im Klosterhof der Akademie zu sehen sein.
Mitarbeiter der Evangelischen Akademie freuen sich bereits auf die Fußball-WM. Zum ersten Mal werden die Spiele auch live im Klosterhof der Akademie zu sehen sein.

© Claudia Hübschmann

Meißen. Wenn die deutsche Fußball-nationalmannschaft am 17. Juni um 17 Uhr ihr erstes WM-Spiel gegen Mexiko bestreitet, möchten auch in Meißen viele Fans nicht allein zu Hause vor der Glotze sitzen. Der Grund: Gemeinsam mit anderen macht es einfach mehr Spaß. Daher ist es kein Wunder, dass in der Domstadt wieder zahlreiche Bars, Vereine und und Institutionen zum Public Viewing einladen.

Evangelische Akademie: Alle deutschen Spiele zu sehen

Neben den altbekannten und bewährten Orten, die schon bei anderen Turnieren Gastgeber waren, ist diesmal auch ein neuer mit dabei. Die Rede ist vom Klosterhof der Evangelischen Akademie. Dort haben Besucher dieses Jahr zum ersten Mal die Gelegenheit, den Kampf um Tore und Punkte zu verfolgen. „Wir werden einen großen Flachbildfernseher aufstellen und haben Platz für etwa 100 Menschen“, erklärt die Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Akademie, Julia Weisberg. Es würden alle deutschen Spiele gezeigt. „Das heißt, dass die Gruppenspiele bei uns auf jeden Fall komplett zu sehen sind und wir dann mal schauen müssen, wie weit die Mannschaft kommt“, sagt Weisberg, die mit der Aktion Menschen für die Akademie begeistern will, die sie bisher noch gar nicht oder nur wenig kennen.

„Das ist für uns die Chance, mal ein anderes Gesicht unseres Hauses zu zeigen. Hinzu kommt, dass der Hof mit seiner lauschigen und ruhigen Atmosphäre einen Kontrast zum regen Treiben in der Stadt bietet.“ Den Auslöser für das Public Viewing im Klostergarten hätten fußballbegeisterte Mitarbeiter gegeben.

„Außerdem haben wir ja auch intellektuelle Anknüpfungspunkte in Gestalt von Seminaren, die sich beispielsweise mit der Fankultur beschäftigen“, sagt die Sprecherin. Der Eintritt in den Klostergarten ist kostenfrei möglich. Für Getränke und Snacks ist gesorgt. Zu beachten ist, dass die Spiele nur bei schönem Wetter gezeigt werden. Im Zweifelsfall sollten die Besucher daher vorher unter Telefon 03521 4706-0 anrufen, ob das Public Viewing stattfindet. Der Klosterhof ist jeweils eine Stunde vor Anpfiff des Spiels geöffnet.

Hafenstraße e.V.: Kühler Saal auch bei heißen Temperaturen

Anders als die Evangelische Akademie gehört der Hafenstraße e.V. beim Thema Public Viewing schon zu den alten Hasen in Meißen. Der Saal in der Hafenstraße 28 verfügt über etwa 150 Sitzplätze und eine drei mal 4,50 Meter große Leinwand. „Dort werden die Spiele per Beamer zu erleben sein“, sagt Veranstaltungsleiterin Antje Meyer und fügt an: „Wir übertragen hauptsächlich die deutschen Spiele. Alle anderen sind in der Kulturkneipe im Keller zu sehen.“

Bereits seit Langem sei der Hafenstraße e.V. als Ort etabliert, wo man gemeinsam Fußball schaue. „Wir haben ein Stammpublikum, das gern bei uns vorbeikommt und es schätzt, dass der Saal auch bei wärmerem Wetter angenehm kühl ist“, sagt Meyer, die nach dem letzten Spiel der deutschen Mannschaft sofort mit dem Umbau beginnen will. „Sobald Deutschland raus ist, kommen die Handwerker und verlegen einen neuen Fußbodenbelag.“ Der Eintritt ist beim Hafenstraße e.V. ebenfalls frei. Der Barausschank hält kühle Getränke parat.

Beachbar: Schlechtwettervariante mit Zelt

Ähnlich wie der Hafenstraße e.V. ist auch die Beachbar am Elbberg 2 ein Dauerbrenner für die Meißner Fußballfreunde. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren stets die WM- oder EM-Spiele aller Mannschaften gezeigt und werden das auch diesmal tun“, sagt Inhaber Enrico Hoffmann, der die Begegnungen auf einem 75 Zoll-Bildschirm mit einer Diagonale von zwei Metern präsentiert. Platz gebe es laut Hoffmann für bis zu 350 Besucher. „Allerdings gibt es keine Reservierung. Zeitiges Kommen sichert die besten Plätze“, sagt der Gastwirt, der zur Sicherheit auch eine Schlechtwettervariante mit Zelt eingeplant hat.

Skybar: Intime Atmosphäre im kleinen Kreis

Etwas intimer ist der Rahmen in der Skybar im Löwengässchen. Dort können die Spiele im kleinen Kreis von zehn bis 30 Besuchern auf zwei Bildschirmen verfolgt werden. Neben den deutschen Spielen sollen bei Bedarf auch alle anderen zu sehen sein, teilt Direktor Hannes Horsch mit.

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.