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Donnerstag, 22.02.2018

Worauf es bei einer Diät wirklich ankommt

Welche Rolle spielen die Gene beim Abnehmen? Eine Studie gibt Antworten – und eine überraschende Erkenntnis.

Zum Themendienst-Bericht von Ines Schipperges vom 6. Dezember 2017: Besonders schädlich für die Gesundheit ist zu viel Bauchfett. Bei Männern sollte der Bauchumfang unterhalb von 102 Zentimetern liegen. (Archivbild vom 27.07.2011/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn
Zum Themendienst-Bericht von Ines Schipperges vom 6. Dezember 2017: Besonders schädlich für die Gesundheit ist zu viel Bauchfett. Bei Männern sollte der Bauchumfang unterhalb von 102 Zentimetern liegen. (Archivbild vom 27.07.2011/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn

© David-Wolfgang Ebener/dpa

Stanford. Low-Fat, Low-Carb, Ananas-, Steinzeit- und Mittelmeerdiät oder einfach nur FdH – Friss die Hälfte. Wer Gewicht verlieren möchte, hat schon bei der Auswahl der Diät die Qual der Wahl. Was die Sache nicht leichter macht: Einige neuere Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass man bei der Entscheidung nicht nur die persönlichen Vorlieben, sondern womöglich auch das persönliche Genprofil berücksichtigen sollte.

Demnach beeinflussen genetisch festgelegte Stoffwechsel-Eigenschaften, wie gut jemand auf eine bestimmte Diät anspricht. Schlimmstenfalls wären alle Mühen umsonst, wenn eine ausgewählte Diät nicht zum persönlichen Profil passt. Dieses Prinzip scheint allerdings noch fern praktikabler Umsetzung zu sein: Einer neuen Studie US-amerikanischer Wissenschaftler zufolge spielen bisher berücksichtigte Gen-Merkmale zumindest im Vergleich zwischen einer kohlenhydratarmen (low-carb) und einer fettarmen (low-fat) Ernährung keine Rolle für den Abnehm-Erfolg. Generell helfen beide Diät-Arten gleich gut oder schlecht beim Abspecken.

Die Studie zeigt einmal mehr die Komplexität des Themas Ernährung und wie schwierig es ist, aus einzelnen wissenschaftlichen Untersuchungen Empfehlungen abzuleiten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hatte im vergangenen Jahr nach einiger Kritik ihre zehn Regeln für eine vollwertige Ernährung angepasst. Die Empfehlung, fettarme Milchprodukte zu bevorzugen, wurde gestrichen. Auch der Hinweis auf Gesundheitsgefahren durch zu viele gesättigte Fettsäuren wurde entfernt. Die Ernährungs-Gesellschaft empfiehlt heute pauschal, pflanzliche Öle zu bevorzugen und auf „versteckte Fette“ etwa in Wurst und Fertigwaren zu achten. Im Hinblick auf kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel empfiehlt die DGE, die Vollkornvariante zu bevorzugen – also etwa Vollkornbrot statt Toast. (dpa)

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