erweiterte Suche
Samstag, 05.05.2018

Extremwetter im April

Ein Staubsturm zieht am 2. Mai 2018 über die Region, zu der auch die Hauptstadt Neu Delhi gehört, hinweg.
Ein Staubsturm zieht am 2. Mai 2018 über die Region, zu der auch die Hauptstadt Neu Delhi gehört, hinweg.

© Manish Swarup/AP/dpa

Genf. Der April hat weltweit extremes Wetter gebracht: Stürme in Indien, Überschwemmungen in Afrika und ganz außergewöhnliche Hitzerekorde in Pakistan.

Für die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf ist klar: „Extreme Wetterlagen wie Hitzewellen und heftige Regenfälle werde häufiger und intensiver, und das ist die Folge des Klimawandels“, sagte WMO-Sprecherin Clare Nullis in Genf. Deutschland erlebte den wärmsten April seit Messbeginn.

In Nordindien kamen bei Sand- und Staubstürmen nach diesen Angaben in den vergangenen Tagen mehr als 100 Menschen ums Leben. Stürme seien vor der Monsunsaison zwar normal, aber die Heftigkeit sei in diesem Jahr ungewöhnlich, so Nullis. In Pakistan wurden am 30. April an zwei Orten 50 Grad Celsius gemessen. Die WMO kenne keinen anderen Ort, an dem im April jemals so hohe Temperaturen gemessen worden seien. Die Hitzewelle in Pakistan halte schon seit März an. An 30 Orten wurden demnach neue Höchstwerte gemessen. In Ostafrika wurden Zehntausende Menschen durch überdurchschnittliche Regenfälle in die Flucht getrieben.

Wie Argentinien hat auch Deutschland einen Wärmerekord im April verzeichnet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war es mit hochgerechnet 12,4 Grad Temperaturdurchschnitt der wärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Die Eisfläche in der Arktis sei im April ebenfalls deutlich kleiner gewesen als üblich, so die WMO. Das Beringmeer zwischen Nordamerika und dem Nordosten Asiens habe im April normalerweise eine halbe Million Quadratmeter Eis, sei in diesem Jahr aber praktisch eisfrei gewesen. (dpa)