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Mittwoch, 27.06.2007

Wissen zum Anfassen

Von Alexander Grunert

Im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 29. Juni in Dresden lockt auch der diesjährige „Wikipedia-Tag“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) interessierte Besucher.

Mit dabei ist Mike Krüger. Seit 2004 gibt der gebürtige Oberlausitzer sein Wissen unter dem Kürzel „mic“ auf den Seiten der Online-Enzyklopädie an die Allgemeinheit weiter. Die „Wikipedia-Grippe“ erfasste ihn nach einem Bericht in der ARD-Tagesschau. „Seitdem schreibe ich mit an Artikeln zum Thema Oberlausitz oder auf dem Gebiet der Biologie bzw. korrigiere Artikel redaktionell“, sagt er.

Das Programm des mittlerweile dritten „Wikipedia-Tages“ seit 2005 versucht geschickt, Beziehungen zwischen der Online-Welt des Wissens und alltäglichen Fragen herzustellen. „Eine Besonderheit in diesem Jahr ist der physikalische Spielplatz mit dem Thema 'Unsichtbares'“, erzählt Krüger. Dabei geht es in verschiedenen Versuchen um Strahlung, elektrische und magnetische Felder sowie Kreiselkräfte. Um die physikalischen Experimenten besser zu erklären, sollen die entsprechenden Wikipedia-Artikel genutzt werden.

Wie einfach es ist, bei „Wikipedia“ mitzumachen zeigt am Freitag auch der Fotoservice. Die anwesenden Wikipedianer lichten Gegenstände von Besuchern ab und stellen sie in den passenden „Wikipedia“-Artikeln jedem Interessierten auf der Welt zur freien Nutzung bereit.

Wer selbst aktiv Wissen vermitteln möchte, kann sich auf den „Wikipedia“-Seiten nützliche Hinweise abholen (siehe Web-Links rechts). „Es gibt aber auch zahlreiche regionale Gruppen, die sich zu sogenannten Stammtischen treffen“, erklärt Mike Krüger. Die Teilnehmerzahlen bei solchen Zusammenkünften schwanken zwischen einer Handvoll und bis zu 50 Personen. In Sachsen existieren derartige Stammtische z. B. in Bautzen, Dresden, Leipzig und Chemnitz. „Diese finden teilweise regelmäßig, teilweise sehr spontan statt“, sagt Krüger und weist auf das verbindende Element von „Wikipedia“ hin. So kämen die unterschiedlichsten Menschen von jung bis alt mit den eigensten Interessen zum geistigen und gleichzeitig geselligen Austausch an einen Tisch, die ohne den gemeinsamen Nenner „Wikipedia“ kaum zusammenfinden würden.