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Freitag, 28.09.2018

Wirtschaft verurteilt Rassismus

Ein ausländischer Mitarbeiter von Dresdens größter Fabrik wurde beim Familienausflug bedroht. Globalfoundries und andere Firmen fordern Respekt.

Von Georg Moeritz

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Globalfoundries beschäftigt Menschen aus Dutzenden Ländern.
Globalfoundries beschäftigt Menschen aus Dutzenden Ländern.

© dpa

Dresden. Intoleranz, Rassismus und Gewalt – das spüren Mitarbeiter der Mikrochip-Fabrik von Globalfoundries nach Angaben der Firma in Sachsen.

Eine Sprecherin der größten Fabrik Dresdens mit 3 300 Beschäftigten aus 50 Nationen teilte mit, einer ihrer „internationalen Kollegen“ sei beim Wochenendausflug massiv bedroht worden. Er war mit seiner Frau und seinen kleinen Kindern in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Der Fall wurde der Polizei gemeldet, die Geschäftsleitung bot der Familie Hilfe an. Globalfoundries veröffentlichte einen Aufruf für Weltoffenheit. Die Zukunftsfähigkeit der Region stehe auf dem Spiel, wenn sich Mitarbeiter nicht mehr sicher und willkommen fühlen könnten. Es sei Zeit zum Handeln: „Hinsehen, widersprechen und wenn möglich eingreifen.“

Die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft äußerte sich ähnlich. Die Mitgliederversammlung beschloss am Mittwochabend eine Erklärung „für Rechtsstaatlichkeit, Weltoffenheit und Toleranz“. Die Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern weltweit sei von Respekt geprägt. Radikale Minderheiten dürften Sachsens Erfolge nicht beschädigen. Der Staat müsse für Recht und Ordnung sorgen.

Vor drei Wochen hatten sächsische Siemens-Manager in einem offenen Brief für Respekt geworben und zugleich gefordert, Sachsen nicht auf radikale Minderheiten zu reduzieren.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 47 Kommentare

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  1. kedi-frank

    Ich sitze im mit jedem am Tisch. Hautfarbe, Herkunft ist mir egal. Werde immer ein guter Gastgeber sein. Aber was geht mich das Elend dieser Ausbeuter - Firmen an. Von mir aus können diese Ihren Laden zu machen.

  2. DDay

    Rund um die Uhr schäumende und sich selbst hassende Menschen, belagern und belasten jeden, der ihrer Meinung nach nicht deutsch aussieht. Ein Ergebnis von Pegida, AfD und Co. Seit Jahren brüllt der Pegidazug jeden Montag beim "fiedlichen Spaziergang" jeglichen Nichtdeutsch-Aussehenden Menschen "abschieben! abschieben!" entgegen. Es ist eine Schande. Angeblich differenziert Pegida laut Lügenlutz ja zwischen kriminellen Migranten und denen, die hier friedlich leben und arbeiten. Sein Fußvolk tut dies nicht, wie man jeden Mo eindrucksvoll auf widerwärtigste Weise erleben kann. Diese Unpatrioten machen unser Sachsen kaputt!

  3. Peter Müller

    Nach solchen Vorkommnissen sollte man die Dresdner Kulturhauptstadtbewerbung einmotten.

  4. Ernst Haft

    Ursache und Wirkung! Der oben beschriebene Fall ist eine der Auswirkungen der illegalen Einreise (Ursache) Abertausender , die seit 2015 das Land terrorisieren und genauso ist PEGIDA & Co eine der Auswirkungen. So wird ein Schuh draus, DoppelDay! Beschwert euch bei den undemokratischen "Entscheidern", die tragen dafür die Verantwortung!

  5. 61ziger

    Die Überschrift-::Wirtschaft verurteilt Rassismus::Die Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt wird da wohl von der Wirtschaft "Ausgelassen"weil diese noch BILLIGER sind??Gibt es von deren seite mal eine Werbung mit der Forderung nach gerechten LOHN für "ALLE" zum "Leben"?? Aber die Wirtschaft richtet eben ihren Zynismus auf seine INTERESSEN ab.-Einfach Köstlich-

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