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Donnerstag, 03.11.2016

„Wir waren in Oberau nicht gewollt“

Die Gemeinde will ihr Wasserschloss in Oberau nicht verkaufen. Die Investoren geben ihr Projekt dennoch nicht auf.

Von Jürgen Müller

Außenansicht des Wasserschlosses Oberau.
Außenansicht des Wasserschlosses Oberau.

© Andreas Weihs

Oberau. Aus der Traum vom Wellnesshotel im Wasserschloss Oberau. Die Gemeinde und die Investoren aus Dresden haben die Verhandlungen abgebrochen. In wichtigen Punkten konnte keine Einigkeit erzielt werden. Jetzt hat sich Investorin Dörte Rex noch einmal zu Wort gemeldet. „Es ist richtig, dass das Aus für das Wasserschloss kam, aber nicht für unser Projekt“, sagte sie der SZ. „Wir machen weiter, werden ein Wellnesshotel bauen, allerdings nicht in Oberau, sondern an einem anderen Ort“, so die Dresdnerin. Allerdings haben man durch die letztlich erfolglosen Verhandlungen etwa fünf bis sechs Monate Verzug. Wo das Wellnesshotel jetzt entstehen soll, will sie derzeit aber noch nicht sagen.

Nach ihren Aussagen hat Dörte Rex, die das Grundstück gemeinsam mit ihrem Mann erwerben und ausbauen wollte, von sich aus die Konsequenzen und die Notbremse gezogen. Mit Schreiben vom 17. Oktober dieses Jahres sei der Gemeinde Niederau mitgeteilt worden, dass man die Verhandlungen abbreche. Der Gemeinderatsbeschluss sei nur noch Formsache gewesen. „Wir waren an einem Punkt angelangt, an dem wir nicht mehr weiterkamen. Es gab seitens der Gemeinde keinerlei Verhandlungsbereitschaft. Ich hatte das Gefühl, dass wir in Oberau nicht gewollt sind“, sagt sie. Jetzt wolle man ein Wellnesshotel errichten an einem Ort, wo man erwünscht sei. Dennoch bedauert sie das Aus: „Das Wasserschloss in Oberau ist ein besonderes Gut. Leider habe ich nicht das Gefühl, dass das in der Gemeinde jemand vorantreiben möchte“, sagt sie.

Die Entscheidung, die Verhandlungen abzubrechen, sei schwersten Herzens gefallen. „Unsere Pläne waren keine Spinnerei“, sagt sie. Dies werde sie nun an anderer Stelle beweisen. „Wir schauen mit Elan nach vorne“, so Dörte Rex.