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Donnerstag, 05.07.2018

„Wir bauen auf die jungen Leute“

Uli Löser übernahm das Team des Döbelner SC am sechsten Spieltag und führte es auf Platz sieben.
Uli Löser übernahm das Team des Döbelner SC am sechsten Spieltag und führte es auf Platz sieben.

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Uli Löser, Glückwunsch zu Platz sieben. Als Sie die Mannschaft am sechsten Spieltag auf dem letzten Rang übernahmen, hätten Sie diesen unterschrieben?

Ich war mir eigentlich sicher, dass aus der Truppe mehr herauszuholen ist. Unsere Marschroute war, hinten raus und mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollen. Von Platz sieben konnte keiner träumen, das ist schon ein kleines Meisterstück der Truppe. Eine tolle Leistung der Mannschaft, die wieder ein Team geworden ist.

Es gab arge Personalsorgen, wie ist es Ihnen gelungen, dennoch die Erfolge herauszukitzeln?

Eigentlich ist es für einen Trainer das Einfachste, wenn man nur elf oder zwölf Spieler hat. Dann kannst du die Truppe motivieren und auch die Anschlusskader merken, dass sie gebraucht werden. Leute sind aus ihrer Ecke gekommen, weil sie gemerkt haben, hier kann ich etwas bewegen, hier bin ich dabei. Die haben einfach begriffen, dass sie dazu gehören.

Insgesamt hat die Mannschaft nur neun Niederlagen, unter Ihnen fünf, hinnehmen müssen. Mit dem einen oder anderen Sieg hätte es sogar noch weiter nach vorn gehen können. Was hat dazu noch gefehlt?

Es haben erst einmal die Punkte aus den ersten fünf Spielen gefehlt. Es ging dann darum, das Schiff wieder ins Fahrwasser zu bekommen, nachdem die Truppe viermal verloren hatte. Hinten musste die Null stehen. Und wenn die dort steht, kann ich damit leben, wenn vorn kein Tor fällt. Das war die Marschroute und die ist zur Zufriedenheit aufgegangen. So wie beim Tabellenersten in Taucha. Dort sind wir hingefahren, haben den Punkt geholt und wieder nach Hause gefahren. Das ist uns oft gelungen. Die Spieler haben begriffen, dass sie nicht nur Punktlieferant, sondern durchaus konkurrenzfähig sind. Mit diesen Erfolgen ist die Qualität der Spieler besser geworden, auch weil sie an sich geglaubt haben. Selbst in schwierigen Phasen.

Wer aus der Truppe hat sich ein Sonderlob verdient?

Da will ich niemanden herausnehmen. Es gibt ein paar Leader in der Mannschaft, an denen die jungen Spieler hochschauen, sich aber auch einmal Kritik anhören müssen. Es ist eine richtig gute Truppe geworden, in der auch die Hackordnung stimmt.

Sie haben ganz junge Spieler förmlich einbauen müssen?

Wir bauen auf die jungen Leute, denn wir wollen sie nicht nur ausbilden, sondern diese auch behalten, auch weil sie hier eine gute Zukunft haben. Wenn es jedes Jahr zwei, drei oder vier in den Kader schaffen, haben wir alles richtig gemacht.

Mit Nicholas Waite und René Böttcher haben zwei gestandene Spieler den Verein verlassen, wie werden diese Lücken geschlossen?

Es ist ganz schwierig, vor allem auf der Torwartposition, da Franz Hampel zwar gleichwertiger Ersatz ist, aufgrund seiner Ausbildung aber nicht alle Spiele da sein wird. Zuversichtlich bin ich bei ihm dennoch.

Wird es Bewegung auf der Trainerbank geben?

Die Konstellation, so wie sie ist, bleibt erst mal bestehen. Toni Bunzel wird als Co-Trainer und Spieler fungieren mit der Marschrichtung, dass er die Mannschaft in naher Zukunft übernimmt.

Es fragte: Dirk Westphal