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Donnerstag, 17.08.2006

,Wir arbeiten an einer Lösung‘ - Oexle auf der Abschussliste?

DRESDEN - Im Wissenschaftsministerium rauchen die Köpfe. Wegen eines Problemfalls. Der Fall Judith Oexle. Die Chefin vom Landesamt für Archäologie kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht raus: Mobbing-Urteil, Schnüffel-Affäre, Gerüchte um rüden Führungsstil. Es muss eine Lösung her. Aber welche?

„Wir arbeiten an einer Lösung. Konkretes kann ich noch nicht sagen“, so Angelika Maria Wahrheit, Sprecherin im Wissenschaftsministerium.

Im Landesamt für Archäologie hängt der Haussegen schief: Chefin Oexle wurde jüngst wegen Mobbings verurteilt, vor Tagen stoppten Datenschützer dort eine Schnüffel-Attacke, am Dienstag klagte ein Ex-Mitarbeiter wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte. „Diese Klage wurde abgewiesen“, weiß Frau Wahrheit. Richtig. Weil sich die Eilbedürftigkeit erledigt hatte und der Anwalt von Frau Oexle Zugeständnisse machte!

Trotzdem ist das Ministerium „nicht glücklich“ über die Situation und den „gestörten Betriebsfrieden“. Frau Wahrheit: „Zumal im so genannten Mobbing-Prozess Dinge juristisch angeordnet wurden, die im normalen Arbeitsalltag selbstverständlich sind.“ Die Landesarchäologin wurde verdonnert, einen Museums-Chef in Frieden arbeiten zu lassen.

Allerdings wähnt Frau Wahrheit nun auch Trittbrettfahrer: „Jetzt wird plötzlich alles Mögliche behauptet. So geht es ja auch nicht.“ Wie gesagt, eine Lösung ist noch nicht in Sicht.