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Freitag, 01.06.2018

„Wir akzeptieren den Abstieg“

Von Falk Rösler

Szene aus dem Hinspiel, das Motor Freital mit 6:1 gewann. Philipp Appelt (rechts) erzielte zwei Tore für Motor. Foto: A. Weihs
Szene aus dem Hinspiel, das Motor Freital mit 6:1 gewann. Philipp Appelt (rechts) erzielte zwei Tore für Motor. Foto: A. Weihs

© Andreas Weihs

Im direkten Duell gegen ihren einzig verbliebenen Verfolger die Copitzer Reservemannschaft können die Heidenauer am drittletzten Spieltag endgültig den Kreismeistertitel und den damit verbundenen Wiederaufstieg in die Landesklasse perfekt machen. Dem HSV genügt zum vorzeitigen Staffelsieg am Sonnabend im heimischen Sportforum bereits ein Unentschieden.

Hinter dem Spitzenduo kämpfen noch Motor Freital, Pesterwitz, der 1. FC Pirna und Neustadt um den dritten Platz. Die beiden letztgenannten dürften ihr Hauptaugenmerk aber schon jetzt auf das Pokalfinale am 23. Juni in Sebnitz legen. Motor trifft am Sonntag im kleinen Stadtderby auf Schlusslicht Stahl Freital II. Die Gastgeber haben nur noch theoretische Chancen auf den Ligaverbleib. Trainer Ronny Schulz: „Wir akzeptieren den Abstieg, wollen uns aber mit ordentlichen Leistungen verabschieden“. Die Gäste von nebenan nehmen die Blau-Weißen nicht auf die leichte Schulter. „Für unser Saisonziel, den dritten Platz, sind das drei eminent wichtige Punkte“, sagt Trainer Michael Seifert.

Zur gleichen Zeit erwarten die Pesterwitzer nur wenige Kilometer entfernt die Elf aus Stolpen. Drei Punkte beträgt aktuell der Rückstand der Randfreitaler auf den Tabellendritten. Mannschaftsleiter Dietmar Barthold sagt zur Partie gegen die Burgstädter: „Um uns die Chance zu erhalten, Motor Freital noch abzufangen, müssen wir einen Sieg einfahren. Doch das wird kein Selbstläufer, denn die unorthodoxe Spielweise der Stolpener hat uns schon beim glücklichen 2:2 im Hinspiel Probleme bereitet.“ Dazu kommt, dass den Gastgebern mit dem gesperrten Mannschaftskapitän Johannes Schiller ein Schlüsselspieler fehlt.

Spannender Abstiegskampf

Im Abstiegskampf läuft nach dem Sieg der Schönfelder über Stahl Freital II in der Vorwoche wohl alles auf ein Duell zwischen Reinhardtsdorf und Altenberg um den rettenden zwölften Platz hinaus. Beide Mannschaften sind punktgleich, wobei die Bergstädter das deutlich schlechtere Torverhältnis besitzen. Gut möglich, dass die Entscheidung um den zweiten Absteiger erst am letzten Spieltag beim direkten Aufeinandertreffen in Reinhardtsdorf fällt. Altenberg hat am bevorstehenden 24. Spieltag mit dem 1. FC Pirna eine ähnlich schwere Auswärtshürde wie die „Traktoristen“ vor der Brust. BSG-Mannschaftsleiter Martin Bachmann gibt sich daher auch keinerlei Illusion hin: „Die Pirnaer spielen eine ganz starke Rückrunde. Uns bleibt da, realistisch gesehen, nur die Rolle des krassen Außenseiters.“

Gefeiert wird auf jeden Fall am Wochenende in Dippoldiswalde – mit einem großen Programm das 800-jährige Stadtjubiläum. Ob auch die Fußballer des ortsansässigen FSV passend zu den großen Feierlichkeiten endlich wieder einmal seit Mitte April über einen Sieg jubeln können, ist noch nicht sicher. Mannschaftsleiter Mirko Gietzelt gibt sich für die Partie gegen Reinhardtsdorf vorsichtig optimistisch: „Der Punktgewinn am letzten Sonntag gegen Neustadt soll keine Eintagsfliege gewesen sein, von daher kann es nur heißen: Die drei Punkte einsacken und dann den Tag schön auf der Festmeile ausklingen lassen.“