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Freitag, 14.09.2018

Wie fahrradfreundlich ist Pirna?

Der ADFC ruft Fahrradfahrer auf, ihre Stadt zu bewerten. Bisher schnitt Pirna bei den Umfragen eher schlecht ab.

Von Christian Eissner

Fahrradfahrer auf dem Elberadweg zwischen Pirna und Heidenau: Hier lässt sich auf separater Spur gut rollen.
Fahrradfahrer auf dem Elberadweg zwischen Pirna und Heidenau: Hier lässt sich auf separater Spur gut rollen.

© Daniel Schäfer

Pirna. Ab sofort läuft die Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test 2018. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium wieder Radfahrer auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Damit für Pirna eine Auswertung möglich ist, müssen sich möglichst viele Pirnaer an der Umfrage beteiligen.

In den vergangenen beiden Fahrradklima-Tests 2014 und 2016 schnitt die Stadt mit den Durchschnittsnoten 4,2 bzw. 4,0 nicht besonders gut ab. Die Radfahrer gaben an, sich in Pirna nicht wirklich willkommen zu fühlen. Es gibt nicht ausreichend Abstellplätze für Fahrräder, an vielen Straßen fehlen Radwege, die Beschilderung ist verbesserungsbedürftig, ebenso der Winterdienst auf den Radrouten, schätzten die Umfrage-Teilnehmer ein. Die Stadt weiß um die Probleme, sie hat ein Radwegekonzept entwickelt und macht inzwischen auch viel mehr Werbung fürs Fahrradfahren. So nimmt Pirna derzeit zum zweiten Mal am jährlichen bundesweiten Stadtradeln teil. Die Aktion belohnt Teilnehmer dafür, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.

Allerdings kommt Pirna vor allem beim Radwege-Bau nicht so schnell voran, wie viele Fahrradfahrer sich das wünschen. Im Sommer ist zwar ein Stück Radweg entlang der Rottwerndorfer Straße fertiggestellt worden, für andere Projekte hat der Stadtrat aber gerade wieder das Geld zusammengestrichen. Ende August beschloss das Stadtparlament den Investitionsplan für die Jahre 2019 bis 2023 mit der Maßgabe, deutlich weniger Geld für Radweg auszugeben als ursprünglich geplant.

Schwerpunktthema beim diesjährigen ADFC-Fahrradklimatest ist nach Angaben des Fahrradclubs die Familienfreundlichkeit des Radverkehrs in den Kommunen. So wird unter anderem gefragt, ob das Radfahren eher Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern zugestellt werden und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt. Die Online-Umfrage läuft noch bis 30. November, die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2019 präsentiert werden.

www.fahrradklima-test.de