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Mittwoch, 13.06.2018

WG Hartha stimmt für Fusion

Die Mitglieder entschieden sich für eine Verschmelzung mit der Leipziger WG Kontakt. Diese muss nun ebenfalls zustimmen.

Von Eric Mittmann

Die Häuser und Wohnungen der WG Hartha sollen im kommenden Jahr von der WG Kontakt aus Leipzig übernommen werden. Die Harthaer stimmten einer Fusion nun zu.
Die Häuser und Wohnungen der WG Hartha sollen im kommenden Jahr von der WG Kontakt aus Leipzig übernommen werden. Die Harthaer stimmten einer Fusion nun zu.

© André Braun

Hartha. Gut gelaunt meldete sich Jörg Keim Dienstagmorgen am Telefon. „Wir haben eine 100-prozentige Zusage“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Wohnbaugenossenschaft Kontakt aus Leipzig. Am Abend zuvor hatten sich die Mitglieder der Wohngenossenschaft Hartha (WGH) zu ihrer alljährlichen Versammlung zusammengefunden, bei der über eine Fusion mit der Leipziger WG entschieden werden sollte.

Keim zufolge waren 88 Mitglieder anwesend, die zudem zehn Vollmachten im Gepäck hatten. „Sie alle stimmten für die Verschmelzung“, so der Vorsitzende. Diese soll ab dem 1. Januar 2019 in Kraft treten. Zuvor müssen jedoch noch die Mitglieder der WG Kontakt dafür stimmen. Eine Entscheidung ist für den 25. Juni geplant. „Die Chancen sind dabei nicht schlecht. Schließlich haben uns die Mitglieder im Dezember schon dazu ermächtigt, die Fusion voranzutreiben“, so Keim.

Vor der Entscheidung der WGH wurde zunächst der Verschmelzungsvertrag vorgestellt. Darin erklärt die WG Kontakt, dass sie die Harthaer Wohngenossenschaft vollständig übernehmen wird. Neben den Wohnungen, Häusern und Mitarbeitern ist dabei auch eine Übernahme der Schulden der WGH in Höhe von 11,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Harthaer Mitglieder werden künftig Mitglieder bei Kontakt. „Es gab eine Diskussion über die Geschäftsstelle. Diese bleibt in Hartha, ebenso wie die Mitarbeiter“, so Keim. Ebenso seien Fragen zu einer Mieterhöhung aufgekommen. Diese könnte kommen, allerdings nicht im nächsten Jahr, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Eine Alternative zur Fusion habe es nicht gegeben. „Die WGH war zwar nicht insolvent, stand jedoch mit dem Rücken zur Wand“, hatte Keim bei einem Termin am Montag erklärt.

Mit Unterstützung der Gläubigerbank werde die WG Kontakt nun in den Bestand in Hartha investieren. Dieser soll modernisiert und altersgerecht umgebaut werden. „Wir reden hier von Fahrstühlen, ebenerdigen Duschen und breiteren Türen. Die Frage bleibt, wie wir mit den unbebauten Flächen umgehen sollen. Das werden wir dann in den kommenden Jahren angehen“, sagte Keim.

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