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Montag, 24.09.2018

Wesenitztaler Reserve lässt Gegner alt aussehen

Von Jens Jahn

Der Wurgwitzer Vincent Netz beim Abwehrversuch eines Kopfballes von Oliver Sturm (re./Wesenitztal). Foto: Karl-Ludwig Oberthür
Der Wurgwitzer Vincent Netz beim Abwehrversuch eines Kopfballes von Oliver Sturm (re./Wesenitztal). Foto: Karl-Ludwig Oberthür

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Das Duell der beiden Aufsteiger am vierten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga war bereits nach einer Viertelstunde Spielzeit entschieden. Die Gäste von der zweiten Garnitur des SV Wesenitztal ließen die Abwehr der SG Wurgwitz dreimal im wahrsten Sinn des Wortes „alt aussehen“.

„Bei uns fehlte mit Jan Oldenburg ein wichtiger Spieler, unser etatmäßiger Schlussmann Sebastian Hille musste als Feldspieler auflaufen. Aber nichtsdestotrotz darf man sich nicht so einfach drei Tore einschenken lassen. Das war desaströs, wir waren grundsätzlich einen Schritt zu langsam“, schimpfte Wurgwitz-Trainer Kai Starke. Die 1:0-Führung der Wesenitztaler war ein Freistoßtreffer mit Ansage. Coach Jens Hartmann rief seinem Kapitän Oliver Sturm noch zu: „Komm Oli, in das lange Eck.“ Und der 27-Jährige traf postwendend ins lange Eck, wobei der Wurgwitzer Keeper Robert Noack nicht die allerbeste Figur machte. Nur drei Minuten später schloss der aus Ullersdorf zurückgekehrte Thomas Drechsel ein Solo durch die gesamte gegnerische Abwehr mit dem 2:0 ab. Nach exakt einer Viertelstunde war es dann Toni Fischer, der im Eins-zu-Eins Noack keine Chance ließ. Im weiteren Spielverlauf parierte allerdings Noack mehrfach stark bei Distanzschüssen. David Seifert gelang trotzdem der vierte Treffer für die Hartmann-Elf.

„Wir sind hoch konzentriert zur Sache gegangen. Das war sehr gut“, freute sich der Trainer über den dritten Dreier in der noch jungen Saison. Immerhin standen in seiner Startformation mit Marcel Nagora, Jakob Mehnert und Fabian Förster drei Spieler, die noch unter 20 Jahren alt sind. Mit Joseph Steglich wurde noch ein Achtzehnjähriger eingewechselt. Auf der Gegenseite zählte nur Jannis Frigo 18 Jahre, während das Gros der Mannschaft schon die 30 überschritten hat. Das 1:4 durch Mario Herber blieb letztlich nur Ergebniskosmetik. Wesenitztal II verwaltete in der zweiten Halbzeit den Vorsprung ohne ernstlich in Gefahr zu geraten.

Kantersiege gab es für den BSV Sebnitz und den LSV Gorknitz. Während die Sebnitzer bereits zur Pause gegen Blau-Gelb Stolpen deutlich mit 4:0 führten, hielt Traktor Reinhardtsdorf in Gorknitz die Begegnung bis zur Pause noch offen. Tom Feßke traf zum Anschluss, nachdem Martin Dienelt in den Anfangsminuten zweimal erfolgreich war. Der 19-jährige Kevin Müller, zwei verwandelte Strafstöße von Nick Freudenberg sowie Dienelts dritter Streich machten den klaren 6:1-Sieg für Gorknitz fest. Stolpen kam in Sebnitz erst in der Schlussphase durch Benno Sternhagen zum Ehrentor. Sadek Haci (2), Gerrit Hamel, Eric Feyer und Johannes Henke trafen zum 5:1-Sieg für die bislang noch verlustpunktfreien Sebnitzer. Das Spiel der SG Schönfeld gegen den SSV Neustadt wurde auf den 18.11. verschoben.