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Freitag, 01.06.2018

Wesenitztal sucht neuen Trainer

Wieland Steps und Christoph Egerer bestätigen den Abschied. Sebnitz-Coach Uwe Rahle wird als Nachfolger heiß gehandelt.

Von Jürgen Schwarz

Trainer Wieland Steps (links) und sein Kollege Christoph Egerer verlassen den SV Wesenitztal nach nur einer Saison.
Trainer Wieland Steps (links) und sein Kollege Christoph Egerer verlassen den SV Wesenitztal nach nur einer Saison.

© Steffen Unger

Fußball, Landesklasse. Hinter dem SV Wesenitztal, Tabellenelfter der Fußball-Landesklasse Mitte, liegt eine schwierige Saison, die aber mit dem Ligaverblieb ein versöhnliches Ende finden wird. In Freiberg erwartet den SVW am Sonntag eine schwierige Aufgabe. Die Bergstädter haben nur eine ihrer elf Heimpartien verloren. „Und der BSC hat immerhin die meisten geschossenen Tore zu Hause geschossen“, ergänzt Trainer Christoph Egerer. Er tut das auch mit einem Fingerzeig an seine Schützlinge, „denn unser Abwehrverhalten kann man im Moment nicht gerade als sattelfest bezeichnen“.

Die Rückkehr von Thomas Weiß sehen Egerer und sein Trainer-Kollege Wieland Steps positiv: „Sein Fehlen im letzten Heimspiel gegen Stahl Freital hat man leider deutlich gespürt. Nach unserer 2:0-Führung war es uns leider nicht gelungen, die Ordnung zu halten, und wir haben noch 2:3 verloren. Dieser Typ Fußballer, wie ihn Weiß verkörpert, hat uns in dieser Phase gefehlt. Er ist der Antreiber, der alle pusht.“ Außerdem fordert Egerer „Konzentration über 90 Minuten. Wir können nicht nach jedem Spieltag nach den Ergebnissen der Mannschaften hinter uns schauen“. Die Frage, ob das Trainerduo nach dieser Saison weitermacht, blieb bisher unbeantwortet. „Wieland Steps und ich haben einfach den Anspruch, in den letzten drei Spielen für den Verein erfolgreich zu sein.“ Egerers Worte am Donnerstag klangen irgendwie nach Abschied. Auf Rücksprache bestätigte er die Trennung: „Wir werden den SV Wesenitztal nur noch bis zum Saisonende trainieren.“ Die Vereinsführung trifft der Weggang nicht überraschend, denn offensichtlich wurden schon einige Trainer kontaktiert. Auch Ex-Coach Thomas Lauke war unter den Kandidaten, sagte aber ab. Der 55-Jährige hatte sich 2017 beim SVW verabschiedet und den ESV Lokomotive Zwickau übernommen. Nun zeichnet sich die Verpflichtung von Uwe Rahle ab, der bekanntlich sein Engagement in Sebnitz beenden wird.

Der SV Germania Mittweida steht als Aufsteiger in die Fußball-Landesliga bereits fest, obwohl der Spitzenreiter der Landesklasse Mitte rechnerisch noch von Verfolger Hainsberger SV (neun Punkte zurück) eingeholt werden könnte. Der HSV hat gegenüber dem Sächsischen Fußball-Verband (SFV) allerdings seinen Aufstiegsverzicht bereits erklärt. Trotzdem dürfte das Gipfeltreffen am Sonntag viele Fans elektrisieren, schließlich sind die Hainsberger in diesem Jahr noch ungeschlagen und feierten zuletzt sieben Siege infolge.

Coswig zieht Mannschaft zurück

Fünf Zähler hinter Hainsberg lauern die punktgleichen Teams des BSC Freiberg, des BSV 68 Sebnitz und des FV Blau-Weiß Stahl Freital. „Wir wollen uns nach Platz eins vor zwei Jahren und Rang drei in der Vorsaison mit einem Podestplatz aus dieser Liga verabschieden“, sagt BSV-Coach Uwe Rahle vor dem Gastspiel am Samstag im Gröditzer Eichenhain. Die Sebnitzer ziehen ihre Mannschaft bekanntlich aus der 7. Liga zurück. Auch Schlusslicht Coswiger FV geht freiwillig eine Klasse tiefer. Das Hinspiel hatte Sebnitz mit 3:1 gewonnen. In der Winterpause hatten die Gröditzer ihren Übungsleiter gewechselt, aber die Punktausbeute des auf den Trainerstuhl nachgerückten Ex-Spielers Rico Kaiser (elf Zähler aus zehn Partien) hält sich in überschaubaren Grenzen. „Wir fahren wirklich mit dem allerletzten Aufgebot nach Gröditz, es fehlen mindest fünf Spieler“, sagt Rahle.