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Dienstag, 22.05.2018

Wenn ein Legenden-Quartett rockt

Immer am Pfingstsonnabend startet die musikalische Hutbergsaison. Nicht nur die Fans sind total begeistert.

Ja, Wunder gescheh’n: Toni Krahl (City), Dieter „Maschine“ Birr (Puhdys), Matthias „Matze“ Reim und Herbert-Dreilich-Sohn Claudius (Karat – v.r.n.l.) sorgten vor allem mit ihren gemeinsamen Auftritten für Gänsehautstimmung zum Pfingstkonzert auf dem Kamenzer Hutberg.
Ja, Wunder gescheh’n: Toni Krahl (City), Dieter „Maschine“ Birr (Puhdys), Matthias „Matze“ Reim und Herbert-Dreilich-Sohn Claudius (Karat – v.r.n.l.) sorgten vor allem mit ihren gemeinsamen Auftritten für Gänsehautstimmung zum Pfingstkonzert auf dem Kamenzer Hutberg.

© René Plaul

Kamenz. Das musikalische Hutbergjahr hätte nicht besser beginnen können. Tausende Fans zog es auch an diesem Pfingstsamstag auf die Freilichtbühne in Kamenz. „Ich freue mich, dass die Hutbergbühnensaison so wundervoll startet“, freute sich Oberbürgermeister Roland Dantz. „Die Musiker sind echte Legenden, die Fans sind wunderbar gelaunt und der Wettergott ist auch wieder auf unserer Seite.“ Der OB ließ es sich natürlich nicht nehmen, die musikalischen Klänge der Rocklegenden live mitzuerleben. Bei angenehmen Temperaturen, einem blauen Himmel und einer gespannten Vorfreude verflog die Zeit bis zum Konzertbeginn um 20 Uhr rasch.

Rocklegenden auf den Hutberg

Um die Spannung hochzuhalten, hatten die Veranstalter einen riesigen schwarzen Vorhang an der Bühne platziert. Und wenige Minuten nach 20 Uhr fiel er dann. Zur riesigen Freude aller Anwesenden kam es dann zu einem außergewöhnlichen Bild: Alle Musiker des Abends standen gemeinsam auf der Hutbergbühne und spielten im Sonnenuntergang das Lied „Leuchtspuren“. Schon mit den ersten Klängen gab es für die zahlreichen Fans im unterschiedlichsten Alter kein Halten mehr. Euphorisch klatschend, mitsingend und tanzend wurde jede Strophe zelebriert, als wäre es die letzte für den Abend.

Den Soloanfang nach diesem einzigartigen Auftritt machte dann Karat mit ihrem weltberühmten Lied „Der blaue Planet“, welches lyrisch perfekt zur aktuellen Zeit passt. Doch die Nachdenklichkeit wehrte nur kurz, denn die schöne Zeit ist zu kurz. Angeschlossen an diese Stimmung spielte die Band um Frontsänger Claudius Dreilich „Ich liebe jede Stunde“ und ließ die Party auf dem Hutberg endgültig starten. So hatte es Matthias Reim als special guest natürlich nicht schwer, mit seinen Hits wie „Ich hab geträumt von dir“ oder „Ich hab mich so auf dich gefreut“ die knapp 4 000 Fans in Ekstase zu bringen. Für die Besucher waren die perfekt gespielten Klänge und getroffenen Töne nicht das einzige Highlight, denn bei jeder Band kamen die anderen Künstler spontan auf die Bühne, und man sang gemeinsam einen bekannten Hit. So war es nicht verwunderlich, dass bei dem größten Erfolg „Verdammt, ich lieb dich“ von Reim dann mit Dieter Birr alias Maschine, Toni Krahl und Claudius Dreilich die Fans außer sich waren.

Doch was wäre ein Legendenkonzert auf dem Hutberg ohne einen Hauch der Puhdys und deren Lieder? Genau: Nur halb so schön. Das sahen die Fans genauso, denn jedes Mal, wenn Maschine die Bühne betrat, war ihm der lauteste Applaus garantiert. Und der Musiker dankte es den Fans mit seiner Projektband mit einem Gänsehautmoment – wie beim Lied „Was bleibt“. Mit seiner unverkennbaren Stimme, den emotionalen Klängen auf der Geige und dem Klavier seiner Kollegen und den zahlreichen Feuerzeugen in den Händen der Besucher sangen dann alle mit: „Was bleibt, sind Freunde im Leben“.

Zum Schluss konnten die Musiker von City diese Mischung aus Emotionen und bester Stimmung über ihre Songs wie „Flieg ich durch die Welt“ und „Am Fenster“ sogar noch steigern, so dass beim perfekten Konzertabschluss mit Nenas „Wunder gescheh’n“ alle Musiker ein letztes Mal auf dem Hutberg standen und garantiert überglückliche Fans in die Nacht entließen. Mit freundlichem Personal, einem verbesserten Parkangebot und außergewöhnlichen Künstlern wird die Hutbergbühne noch lange für einmalige Momente stehen.