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Mittwoch, 16.05.2018

Weniger Unfälle in Dresden

Im vergangenen Jahr musste die Polizei in der Stadt weniger Unfälle aufnehmen. Allerdings waren mehr Radfahrer als noch 2016 beteiligt.

In Dresden haben sich 2017 weniger Verkehrsunfälle ereignet.
In Dresden haben sich 2017 weniger Verkehrsunfälle ereignet.

© Sven Ellger

Dresden. Die Dresdner Polizei hat am Mittwoch ihre Verkehrsstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt. Demnach ereigneten sich 2017 weniger Unfälle als noch im Jahr davor.

Berücksichtigt man dabei die Zusammenstöße auf den Autobahnen nicht, nahm die Polizei im vergangenen Jahr insgesamt 14 384 Verkehrsunfälle auf, also 3,5 Prozent weniger als 2016.

In Dresden verunglückten im vergangenen Jahr 2.509 Personen bei Verkehrsunfällen. Vier Menschen kamen ums Leben.

Die Zahl der Leichtverletzten sank auf 2.097, die der Schwerverletzten stieg auf 408. In dieser Kategorie fassen die Beamten Menschen zusammen, die nach einem Unfall mehr als 24 Stunden stationär behandelt werden mussten.

Zwar kam 2017 kein Kind auf Dresdner Straßen ums Leben, doch die Anzahl der schwerverletzten Kinder stieg um 10 auf 38. Leichtverletzt wurden 2017 134 Kinder, 20 weniger als 2016. Die kleinen Verkehrsteilnehmer waren als Radfahrer (71 Fälle), Fußgänger (55) und als Mitfahrer (46) unfallbeteiligt.

Auch zu Unfallursachen äußerten sich die Beamten in ihrer Statistik: Mit 23,7 Prozent waren Vorfahrts- und Vorrangfehler erneut häufigste Ursachen bei Verkehrsunfällen mit Verletzten. Knapp ein Fünftel der Fälle entfällt auf Unfälle, die sich beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Ein- und Anfahren ereigneten. Jeden zehnte Unfall ist auf Geschwindigkeitsverstöße zurückzuführen.

Aus dem Zahlenwerk der Beamten geht auch hervor, dass 2017 die Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung um mehr als 6 Prozent stiegen. Lag die Zahl der beteiligten Radfahrer im Jahr 2016 noch bei 1.316, stieg sie im vergangenen Jahr auf 1.386 an. Insgesamt 1.109 Menschen wurden bei diesen Verkehrsunfällen verletzt.

Insgesamt 4.112 Unfallverursacher (2016: 4.215) entfernten sich unerlaubt vom Unfallort. Allerdings wurden 1.630 davon ermittelt, was einer Aufklärungsquote bei 39,6 Prozent entspricht. (mja)