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Dienstag, 12.06.2018

Weniger Schutz für Prostituierte

Anlässlich dieses Tages machte das Gesundheitsamt Dresden auf seine Arbeit mit und das Engagement für Sexarbeiter aufmerksam. „Seit 17 Jahren bieten wir für sie eine kostenfreie sowie anonyme Beratung und Untersuchung an“, so Matthias Stiehler, Leiter der Beratungsstelle für Aids und sexuell übertragbare Infektionen. Die Mitarbeiter auf der Bautzner Straße 125 testen auf HIV, Hepatitis, Syphilis und untersuchen auf Chlamydien und Tripper.

Stiehler kämpft auch für die gesellschaftliche Akzeptanz der Männer und Frauen. „Bis heute tut sich die Politik in unserem Land schwer, die Normalität von Sexarbeit zu akzeptieren.“ Die gesetzlichen Regelungen so verschärft, dass sich alle behördlich anmelden und die entsprechenden Bescheinigungen mit sich tragen müssen. Der Schutzraum für die Prostituierten werde so deutlich abgebaut. Das neue Prostituiertenschutzgesetz sieht Anmeldepflicht und Pflichtberatungen für Prostituierte vor. Es wurde vom Bundestag beschlossen, soll aber durch die Kommunen umgesetzt werden. Das sächsisches Ausführungsgesetz steht noch aus. (SZ/jv)