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Samstag, 13.10.2018

Weniger politisch motivierte Graffiti

Die Zahl der Schmierereien in Bautzen ist zurückgegangen.

Eine beschmierte Wand in der Bautzener Innenstadt. Insgesamt ist die Zahl der politisch motivierten Graffiti gesunken.
Eine beschmierte Wand in der Bautzener Innenstadt. Insgesamt ist die Zahl der politisch motivierten Graffiti gesunken.

© Uwe Soeder

Bautzen. In diesem Jahr gab es im Stadtgebiet von Bautzen bislang deutlich weniger Sachbeschädigungen durch politisch motivierte Schmierereien als in den Vorjahren. Das teilt Thomas Knaup, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz, auf SZ-Anfrage mit. Bisher sei der Polizei nur eine derartige Sachbeschädigung bekannt geworden, die zweifelsfrei als politisch motivierte Tat dem linken Lager zugerechnet werden könne. Dem rechten Lager seien rund 15 Fälle zuzurechnen.

Im vorigen Jahr hatte die Polizei in Bautzen noch insgesamt 42 politisch motivierte Schmierereien registriert. 2016 lag die Zahl gar bei mehr als 60. Damals gingen 43 Kritzeleien auf das Konto der linken, 21 auf das der rechtsmotivierten Schmierfinken. Polizeisprecher Knaup wertet diese Häufung als „Nachhall der Auseinandersetzungen auf dem Kornmarkt des Herbstes 2016“. Danach tauchten besonders viele Schriftzüge wie „Antifa Zone“ und „Nazi Zone“ auf. Unter anderem wurden 2016 die Stände des Wenzelsmarktes massiv mit linken Parolen beschmiert. (SZ/MSM)