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Dienstag, 03.04.2018

Welche Kita für mein Kind?

Privat, städtisch oder ein freier Träger – in der Stadt gibt es viele verschiedene Einrichtungen. Was wer anbietet.

Von Julia Vollmer

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Die Villa Kindertraum auf dem Weißen Hirsch wirbt mit kleinen Gruppen und vielen Angeboten.
Die Villa Kindertraum auf dem Weißen Hirsch wirbt mit kleinen Gruppen und vielen Angeboten.

© Rene Meinig

Erzieher fehlen. Beim Thema Betreuungsschlüssel ist Sachsen bundesweit immer noch eines der Schlusslichter. Ein Krippenerzieher muss derzeit durchschnittlich sieben Kinder ganztags betreuen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. WWelche Kita ist gut für mein Kind? Dieses Thema wird in der Stadt immer wieder diskutiert. Was bietet welche Kita? Was raten Experten bei der Wahl der richtigen Einrichtung?

Wie viele Kinder sind in einer Kita?

Das variiert, je nach Konzept und Träger. Die private Villa Kindertraum auf dem Weißen Hirsch besuchen 34 Kinder. Bei städtischen Einrichtungen sind es zwischen 80 und 180. Der private Kindergarten Parkhaus hat Platz für 92 Kinder. Im Haus der kleinen Entdecker des Deutschen Roten Kreuzes sind es rund 300 Kinder.

Wie hoch sind die Elternbeiträge?

Für einen Krippenplatz werden in der Villa Kindertraum 650 Euro im Monat fällig, für einen Kitaplatz für Kinder ab drei Jahren 590 Euro. Bei den kommunalen Einrichtungen werden ab dem 1. September höhere Preise als bisher fällig. Die neunstündige Betreuung eines Krippenkinds soll 216,49 Euro monatlich kosten. Das wären rund 3,70 Euro mehr als bisher. Der Platz im Kindergarten soll sich um 9,90 Euro auf 155,92 Euro im Monat verteuern.

Ab welchem Alter nehmen die Kitas Kinder auf?

Im privaten Kindergarten Parkhaus werden Babys ab zwei Monaten aufgenommen. In der Kita Waldparkhaus ab sechs Monaten. Die Villa Kindertraum nimmt Babys ab acht Wochen auf, städtische Kitas in der Regel Kinder ab zwölf Monaten.

Ab wann sollten Kinder in die Kita?

Das hängt vom Kind ab. „In einer Untersuchung an Erstklässlern konnten wir sehen, dass im Durchschnitt betrachtet die psychosoziale Gesundheit bei der Einschulung besser ist, je früher das Kind außerhäuslich betreut ist,“ so Rößner. Ivonne Zill-Sahm, Kita-Expertin und Professorin an der Evangelischen Hochschule in Dresden warnt dagegen vor zu früher Eingewöhnung. Acht Wochen sei zu früh.

Was bieten private Kitas?

„Wir sind eine kleine Kita und bieten kleine Gruppen“, sagt Ulrike Iwanow, Leiterin der Villa Kindertraum. Es gibt nur vier Gruppen in der Kita. Der Betreuungsschlüssel ist der gleiche wie überall. „Bei uns kennt jeder Erzieher jedes Kind und alle Eltern, so können wir ein gutes Feedback geben“, sagt die Leiterin. Feedback sollen auch die Kinder geben. „Im Gesprächskreis an jedem Morgen können sich die Kinder Themen wünschen“, so Iwanow. Es gebe im Unterschied zu vielen Kitas keine Schließzeit außer den gesetzlichen Feiertagen. Außerdem würde ihre Kita Englisch ab drei Jahren, Yoga und eine Holzwerkstatt anbieten. Das gibt es aber auch in vielen städtischen Kitas und Einrichtungen von freien Trägern wie dem DRK.

Wie sind die Öffnungszeiten?

Private Kitas wie die Villa Kindertraum werben mit Öffnungszeiten von 6.30 bis 19 Uhr. Freie Träger wie das DRK öffnen von 6 bis 18 Uhr. Laut Stadt haben 17 Kitas in der Stadt länger als bis 18 Uhr auf.

Sind kleine Gruppen und Kitas wirklich besser als größere?
Nicht unbedingt, sagt Ivonne Zill-Sahm. „Die Feinfühligkeit der Erzieher ist wichtiger als kleine Gruppen.“ Veit Rößner, Klinikdirektor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uniklinik sagt dagegen: „Hier kann man pauschal antworten: je jünger das Kind, umso besser ist ein überschaubarer und stabiler Rahmen.“ Die Bewertung einer Gruppengröße hänge aber von vielen Faktoren ab. Neben der Anzahl der Betreuer auch von der baulichen Situation und dem Altersspektrum der Kinder.

Brauchen Kinder Yoga und Englisch ab drei Jahren?

Generell seien solche Angebote auch schon für Kinder ab drei Jahren sinnvoll, so Rößner. Allerdings sollten die Eltern dabei aufpassen, dass noch genügend Zeit für das „Kindsein“ der Kinder da ist. Zu viel Druck sei schädlich. Ivonne Zill-Sahm dagegen sagt ganz klar: „Das überfordert die Kinder und ist zu viel.“

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Katharina

    Ist das Werbung für die Villa Kindertraum ?Diesen Artikel gab es schon mal.

  2. Dresdnerin83

    Soll das Werbung für die privaten Kitas sein? Wer bitte kann sich 650 Euro für die Kindertagesbetreuung leisten? Außer dem Kommentar von Frau Zill-Sahm (Das überfordert die Kinder und ist zu viel!) finde ich diesen Artikel sehr sinn frei. Alles war Frau Zill-Sahm geäußert hat, würde ich direkt unterschreiben.

  3. Thomas

    Sprachunterricht mit 3 jahren ist völliger Unsinn. Die Kinder sind überhaupt nicht in der Lage kognitiv zu erfassen was eine andere bzw. was eine Sprache überhaupt ist, also zwischen Wort und Bedeutung zu abstrahieren. Eine zweite Sprache macht nur im sog. immersiven Lernen Sinn, d.h. das Kind muss in einer Umgebung sein, in dem die Zweitsprache von jemandem als Muttersprache gesprochen wird (Erzieher und andere Kinder), alles andere ist nur eine Irritation für das Kind, welches zur Projektionsfläche für den Leistungswahn dieser Gesellschaft wird. Was die Kindern vor Allem brauchen ist dass sie überhaupt gut sprechen lernen. Das geschieht darüber dass man möglichst viel mit ihnen spricht und beim gemeinsamen Essen (soweit es das überhaupt noch gibt) das Smartphone weglegt. Und erst recht nicht den Kindern eines geben! Zeit mit den Kindern verbringen ist das Wichtigste.

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