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Montag, 14.05.2018

Wasserbüffel auf der A3

Stau ist für Pendler in Nordrhein-Westfalen eigentlich nichts Ungewöhnliches. Etwas anderes ist es, wenn plötzlich Wasserbüffel eine Autobahn blockieren - und sich nur schwer einfangen lassen.

Von Jonas-Erik Schmidt und Arne Meyer

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Erst am Morgen gelang es, die betäubten Büffel abzutransportieren und die A3 wieder freizugeben.
Erst am Morgen gelang es, die betäubten Büffel abzutransportieren und die A3 wieder freizugeben.

© Oliver Köhler/WDR/dpa

  • Erst am Morgen gelang es, die betäubten Büffel abzutransportieren und die A3 wieder freizugeben.
    Erst am Morgen gelang es, die betäubten Büffel abzutransportieren und die A3 wieder freizugeben.
  • Eine in der Nacht herbeigerufene Tierärztin des Kölner Zoos hatte die Tiere zuvor betäubt.
    Eine in der Nacht herbeigerufene Tierärztin des Kölner Zoos hatte die Tiere zuvor betäubt.

Leverkusen. Genervte Autofahrer, eifrige Einfangversuche mitten auf der Autobahn und ein tierischer Stau-Grund: Fünf entlaufene Wasserbüffel haben auf der Autobahn 3 bei Leverkusen für große Verkehrsprobleme gesorgt. Polizei und Feuerwehr waren in der Nacht zum Montag über mehrere Stunden im Einsatz, um die kreuz und quer laufenden Tiere von der Fahrbahn zu bekommen. Das gelang nur mit einiger Mühe. Autofahrer mussten teils stundenlang warten. Die Autobahn war zeitweise in beide Richtungen gesperrt, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Erst am Morgen gelang es, die Büffel abzutransportieren und die A3 freizugeben. Für Pendler im morgendlichen Berufsverkehr waren die Auswirkungen noch spürbar. Der WDR hatte zuerst über den Einsatz berichtet.

Die Tiere, darunter eine Kuh und zwei Kälber, waren den Angaben zufolge am späten Sonntagabend von einer nahegelegenen Weide in Leverkusen ausgebrochen und zwischen der Anschlussstelle Opladen und dem Kreuz Leverkusen auf die Fahrbahn gelaufen. Mithilfe von zwei Lastwagen, die auf der Autobahn im Stau standen, und mit mehreren Streifenwagen kesselte die Polizei die Tiere zunächst ein.

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Allerdings sei es nicht gelungen, die Büffel von der Fahrbahn zu bringen, sagte die Polizeisprecherin. Sie seien teils zwischen die wartenden Autos gelaufen. Eine in der Nacht herbeigerufene Tierärztin des Kölner Zoos habe die Tiere schließlich betäubt.

Mit einem Kran der Kölner Feuerwehr und der Hilfe eines ortsansässigen Landwirts wurden die Wasserbüffel schließlich verladen und abtransportiert. Nach Angaben des Kölner Zoos kamen sie gesund wieder an ihrem Heimat-Bauernhof an. Nach neun Stunden sei der Einsatz am Morgen beendet worden.

Wie die Tiere auf die Autobahn kommen konnten, blieb zunächst unklar. Zur Frage, wer für die Kosten des Einsatzes aufkommen muss, wurden zunächst keine Angaben gemacht. Bei Nutztieren komme grundsätzlich der Halter dafür infrage, sagte der Anwalt Jens Dötsch, ein Experte für Verkehrs- und Versicherungsrecht, auf dpa-Anfrage. Es sei denn, dieser könne beweisen, keine Fehler gemacht zu haben.

Wasserbüffel gelten als genügsame und resistente Zeitgenossen, daher werden sie auch in Deutschland gehalten. Die größte Rolle spielen sie bei der Landschaftspflege. „Sie sind auch mit minderwertigem Gras zufrieden und verwerten es besser als Rinder“, erklärte der Vorsitzende des Deutschen Büffelverbandes, Manfred Thiele.

Der Verband spricht von mittlerweile mehr als 6000 Büffeln, die in Deutschland gehalten werden - mit steigender Tendenz. Für die Milchproduktion spielen sie hierzulande allerdings noch keine so große Rolle. In Italien etwa aber schon. Stichwort: Mozzarella. (dpa)