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Donnerstag, 28.11.2013

Was sind Impulsvorträge?

Vorträge oder Referate können den Zuhörern schon einiges abverlangen. Je nach Thema bzw. rhetorischer Begabung des Redners sind sie manchmal Beispiele von gepflegter oder auch quälender Langeweile.

Deshalb hat sich mittlerweile der Impulsvortrag etabliert. Hier bindet der Redner die Zuhörer direkt mit ein - mit einer launigen Präsentation, in der er Anstöße für eine Diskussion gibt.

Ein monotone Stimme, ein mehr oder weniger vorgelesener Vortrag - selbst bei einem spannenden Thema kann so eine Veranstaltung die Konzentrationsfähigkeit des Zuhörers über Gebühr strapazieren. Anders ein Referent wie der Wirtschaftsprofessor Hartmut Walz. Er ist für seine Impulsvorträge bekannt. Bei denen streut er bildhafte Vergleiche und sogenannte „mentale Überraschungen“ ein. Das sind Schlussfolgerungen, mit denen der Zuhörer nicht rechnet. So wird seine Aufmerksamkeit gesteigert und die Bereitschaft zur Diskussion gesteigert.

Impulsvorträge liefern die wichtigsten Fakten zu einem ThemenkomplexVerglichen mit dem klassischen Vortrag oder Referat ist ein Impulsvortrag deutlich kürzer. Er soll knapp und prägnant die wichtigsten Fakten zu einem Thema bieten, am besten kombiniert mit einigen passenden Thesen. Diese komprimierte Darstellung eines Sachverhalts dient als Grundlage für eine Diskussion mit den Zuhörern. Zu den wesentlichen Merkmalen eines Impulsvortrags gehören die zusammengefasste, oft stichwortartige Präsentation der Fakten sowie die Ausarbeitung gegensätzlicher Standpunkte oder Thesen als Ausgangsbasis für die Diskussion. Den Zuhörer soll in möglichster kurzer Zeit ein Basiswissen vermittelt werden, damit er sich an der Diskussion beteiligen kann.

Der Redner entscheidet über das Gelingen von ImpulsvorträgenDa ein Impulsvortrag einen Anstoß zu einer Diskussion geben soll, ist es neben der Faktenvermittlung besonders wichtig, dass der Redner im Rahmen seines Vortrags die Zuhörenden zur Diskussion motivieren kann. Das muss er nicht unbedingt so machen wie Professor Walz. Unterhaltsame Anekdoten und nachvollziehbare Vergleiche bieten sich aber an. Wichtig ist Wortgewandtheit und Schlagfertigkeit, mit der richtigen Portion Humor. Die Zuhörer dürfen nicht das Gefühl bekommen, standardisierte Argumentationshäppchen vorgeworfen zu bekommen. Vielmehr muss der Redner unterschiedliche Standpunkte so präsentieren, dass die Zuhörer animiert werden, ihre Meinung dazu zu formulieren. Er sollte die Fähigkeit besitzen, Argumente und Thesen in wenigen Schlüsselbegriffen zusammenzufassen und gleichzeitig jederzeit in der Lage sein, auf die Befindlichkeiten des Publikums einzugehen. Er darf nicht abschweifen, aber auch keine wichtigen Punkte auslassen.
Eine wichtige Aufgabe des Redners ist, die angestoßene Diskussion auf die richtige Weise zu moderieren, sodass alle Diskussionswilligen teilnehmen können. Impulsvorträge werden von Beratern wie Professor Dr. Axel Jockwer und Extremsportlern wie Jochen Schweizer, aber auch von Wirtschaftslenkern wie dem Unternehmensleiter Professor Dr. Claus Hipp und dem Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer (siehe hier) angeboten. Alle müssen neben ihrer fachlichen Kompetenz die rhetorischen Fähigkeiten besitzen, spontan auf die Entwicklung der Diskussion einzugehen und sie so zu steuern.