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Freitag, 18.05.2018

Wann bekommen Volkersdorfer die Daten aus der Tempotafel?

Seit Ende November hängt eines der beiden von Radeburg 2017 gekauften Messgeräte im Ort. Die Stadt hatte versprochen, die Messergebnisse weiterzugeben.

Von Sven Görner

Die Anzeige der Messtafel an der Ortsdurchfahrt in Volkersdorf bleibt immer mal wieder dunkel. Enttäuscht sind die Mitglieder der örtlichen Bürgerinitiative aber aus einem anderen Grund.
Die Anzeige der Messtafel an der Ortsdurchfahrt in Volkersdorf bleibt immer mal wieder dunkel. Enttäuscht sind die Mitglieder der örtlichen Bürgerinitiative aber aus einem anderen Grund.

© Norbert Millauer

Radeburg. Am Mittwochnachmittag zeigt die Tempotafel an der Volkersdorfer Ortsdurchfahrt nichts an. Obwohl zahlreiche Fahrzeuge das Messgerät mit relativ hoher Geschwindigkeit passieren. Erlaubt sind hier nur 30 km/h. Dass die Ende November letzten Jahres angebrachte Tafel manchmal über mehrere Tage dunkel bleibt, findet Jürgen Simon nicht schön. Der Volkersdorfer gehört zu den Gründungsmitgliedern der örtlichen Bürgerinitiative, die sich seit Längerem für mehr Sicherheit an der durch den Ort führenden viel befahrenen Staatsstraße einsetzt.

Selbst jetzt rollen viele Fahrzeuge durch Volkersdorf, obwohl der Durchgangsverkehr aufgrund der seit dem Vorjahr andauernden Bauarbeiten an der Staatsstraße eigentlich weiträumig um den Ort herumgeführt werden soll. „Wer weiß, dass die Durchfahrt möglich ist, nimmt lieber das Warten an den Baustellenampeln in Kauf, als die Umleitung zu nehmen.

Und leider sind viele davon deutlich schneller in Volkersdorf unterwegs als die erlaubten 30 km/h.“ Mehr als das tageweise Nichtfunktionieren der Tempotafel ärgert Jürgen Simon daher etwas anderes: „Dass die zum Jahresende getroffenen Absprachen zwischen der Stadt und uns bisher nicht eingehalten werden.“ Mitte Dezember hatten sich Bürgermeisterin Michaela Ritter (parteilos), der Leiter der Ordnungsabteilung Torsten Wehnert und Vertreter der Initiative gut anderthalb Stunden zusammengesetzt, um über die Anliegen der Volkersdorfer zu sprechen. Zum Beispiel auch, was nach Fertigstellung des Straßenbaus für mehr Sicherheit getan werden kann. Denn dann, so die unmissverständliche Aussage des Verkehrsamtes im Landratsamt, wird auf der kompletten Ortsdurchfahrt wieder Tempo 50 gelten. Ob es dann wenigstens einen Überweg für Fußgänger oder zusätzliche Warnschilder geben wird, liegt nicht in der Entscheidung der Stadt, sondern des Landkreises. Umso mehr freuten sich die Volkersdorfer über die Zusage der Stadt, dass die von der Tempotafel ermittelten Daten Anfang 2018 ausgelesen und ihnen übermittelt werden sollten. „Leider ist das trotz mehrmaliger Nachfrage bisher nicht erfolgt“, sagte Jürgen Simon am Donnerstag gegenüber der SZ. „Das ist sehr enttäuschend.“

Die Reaktion der Volkersdorfer ist verständlich. Schließlich war im vergangenen Jahr schon einmal eine Messtafel im Ort angebracht worden. Damals bereitgestellt vom Bündnis Verkehrsentlastung Elbtal. Nach den acht Wochen hatte das Bündnis den Volkersdorfern umgehend auch die aufbereiteten Verkehrsdaten zur Verfügung gestellt. Was Ehrenamtlichen gelingt, sollte doch auch die Radeburger Stadtverwaltung schaffen.

Auf Nachfrage der SZ sicherte die Bürgermeisterin am Donnerstag zu, dass die Daten in den nächsten Tagen ausgelesen und an die Volkersdorfer übergeben werden sollen.