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Mittwoch, 05.09.2018 Tennis

Waldheimerinnen verpassen Aufstieg

Im entscheidenden Spiel war für die Damen 30 nach den Einzeln noch alles drin. In den Doppeln gelingt aber nur ein Sieg.

Die Damen 30 des 1. TC Waldheim, Nicole Handschack (von links), Klara Starnovska, Kerstin Borch, Susanne Noack, Maria Euchler und Ivonne Neubauer, sicherten sich in der Oberliga Rang eins. Das Aufstiegsspiel zur Regionalliga ging jedoch verloren.
Die Damen 30 des 1. TC Waldheim, Nicole Handschack (von links), Klara Starnovska, Kerstin Borch, Susanne Noack, Maria Euchler und Ivonne Neubauer, sicherten sich in der Oberliga Rang eins. Das Aufstiegsspiel zur Regionalliga ging jedoch verloren.

© 1. TC Waldheim

Die erste Vertretung Damen 30 des 1. TC Waldheim blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück, wenn auch der Abschluss nicht ganz nach Plan verlief. Die TCW-Damen hatten die ersten drei Spiele in der Oberliga überzeugend für sich entschieden. Damit hätten sie sich im letzten Gruppenspiel sogar eine 3:6-Niederlage leisten können. Gegen den Chemnitzer TC Küchwald verloren sie „nur“ 4:5 und schafften so die Qualifikation für das Aufstiegsspiel zur Regionalliga.

In dieser Begegnung mussten die Zschopaustädterinnen gegen den TC Rot-Weiß Berlin Neukölln antreten. Die Gegnerinnen waren auf den Positionen eins bis drei in Topbesetzung angereist – wie bisher noch nie in der Saison. Auf den hinteren Plätzen rechneten sich die TCW-Spielerinnen daher die größeren Chancen aus.

Die Nummer 1, Klara Starnovska, hatte es mit einer sehr gut aufspielenden Akteurin zu tun. Sicher, konzentriert und aggressiv ließ Nelli Beder der für Waldheim spielenden Tschechin keine Chance. Susanne Noack kam erst zum Ende der Partie so richtig in Fahrt und hatte beim Stand von 4:4 sogar zwei Breakbälle. Da sie diese ungenutzt ließ, gewann Insa Gangey in zwei Sätzen. Kerstin Borch begann sehr konzentriert und ging mit 3:2 in Führung. Doch auch ihre Kontrahentin, Nina Rautenberg, kam besser ins Spiel. Borch haderte oft mit den vermeintlich leichten Schlägen. Letztendlich war auch hier für den TCW nichts zu holen.

Ivonne Neubauer verlor beim Stand von 3:2 im ersten Satz den Faden und kam nicht wieder zurück ins Spiel. Alexandra Andersch spielte mutig und druckvoll und wurde zumeist belohnt. Sie holte damit den vierten Berliner Punkt. Um nicht vorzeitig als Verlierer vom Platz zu gehen, hofften nun alle auf Nicole Handschack und Maria Euchler, die beide bis dato eine weiße Weste vorweisen konnten. Handschack begann nervös und fehlerhaft, ehe sie sich auf ihr Spiel konzentrierte und die Bälle früher nahm. Den zweiten Durchgang entschied sie 6:0 für sich und ging auch im dritten mit 6:0 in Führung. Doch dann brach sie aufgrund von leichten Fehlern ein, machte es noch einmal spannend bis zum 6:6. Einen Punkt ließ sie Astrid Böhme noch, ehe sie den Championstiebreak mit 10:7 für sich entschied. Nun war es an Maria Euchler, die bisher kein so lauf- und spielintensives Match in der Saison hatte. Gegen Melanie Schnell wurde jeder Punkt ausgespielt und hart umkämpft. Ihr großes Manko war an diesem Tag der Aufschlag. Viele Doppelfehler brachten die Gegnerin immer wieder ins Spiel. Erst zum Ende des zweiten Satzes kam dieser konstant. Mit Selbstvertrauen ging sie daher in den dritten Durchgang, in dem sie schnell in Führung ging und diese nicht mehr abgab.

Die Chancen für die TCW-Spielerinnen waren nun äußerst gering. Drei Doppel brauchten sie. Sie entschieden sich für das Motto „alles oder nichts“. In jedem Doppel hatten die Waldheimer Damen ihre Chancen, letztlich konnte aber nur die Paarung Neubauer/Handschack den dritten Punkt für den 1. TC Waldheim erspielen. Starnovska/Noack hatten ebenso wie Borch/Euchler das Nachsehen. Dennoch kann die Saison als Erfolg verbucht werden. Zudem waren die Berlinerinnen hervorragende Gegnerinnen, die den Aufstieg mehr als verdient haben. Beim gemeinsamen Abschlussessen wurde viel gelacht und der Tag „ausgewertet“. (DA/mala)