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Dienstag, 07.08.2018

Volle Auftragsbücher für Maschinenbauer

Frankfurt/Main. Deutschlands Maschinenbauer haben im ersten Halbjahr internationalen Handelskonflikten getrotzt. Angetrieben vor allem vom anziehenden Inlandsgeschäft gingen preisbereinigt in den ersten sechs Monaten 7 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vorjahreszeitraum, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. „Damit wurden die positiven Erwartungen an das laufende Jahr voll erfüllt“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Das in der Vergangenheit schwächelnde Inlandsgeschäft legte deutlich um 10 Prozent zu. Aus dem Ausland gingen – verglichen mit dem guten Vorjahreszeitraum – 6 Prozent mehr Bestellungen bei der exportorientierten Schlüsselindustrie ein.

„Die Investitionsneigung im Inland hat spürbar angezogen, das kommt unserer Industrie zugute“, analysierte Wiechers. Deutschlands Unternehmen produzierten wegen der guten Konjunktur mehr und müssten daher ihre Kapazitäten erweitern. Der Umsatz der Maschinenbauer mit ihren rund 1,3 Millionen Beschäftigten stieg im ersten Halbjahr um 4 Prozent.

Angesichts gut gefüllter Auftragsbücher geht die Branche mit Zuversicht in die nächsten Monate. Ein kleiner Dämpfer im Mai dürfte in den nächsten Monaten ausgeglichen werden. Im Juni zogen die Bestellungen wieder kräftig um 13 Prozent an. Aus dem Inland gingen 12 Prozent mehr Aufträge ein als im Vorjahresmonat, aus dem Ausland 13 Prozent mehr.

Sorgen bereiten in erster Linie die insbesondere von den USA angeheizten Handelskonflikte. Die ersten deutschen Maschinenbauer, die in China produzieren, bekommen den Zollstreit zwischen Washington und Peking beim Export in die USA bereits jetzt zu spüren. (dpa)

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