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Montag, 01.10.2018

Vier Tore als Präsent

Von Jens Jahn

David Rasch (links) und Thomas Drechsel vom SV Wesenitztal im Duell. Drechsel markierte beim 4:1-Erfolg zwei Treffer.Foto: St. Unger
David Rasch (links) und Thomas Drechsel vom SV Wesenitztal im Duell. Drechsel markierte beim 4:1-Erfolg zwei Treffer.Foto: St. Unger

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Aufsteiger SV Wesenitztal II bleibt auch nach dem fünften Spieltag der Fußball-Kreisoberliga in der Erfolgsspur. Gegen den FSV Dippoldiswalde hieß es am Sonnabend 4:1 (2:0). „Zwölf Punkte nach fünf Spielen, das hätte sicher keiner gedacht“, freute sich Trainer Jens Hartmann. Zwei Tage nach seinem 49. Geburtstag übergab ihm die Mannschaft ein nachträgliches Geschenk. Unterpfand für den Sieg war eine konzentrierte und clever heruntergespielte erste Halbzeit. Thomas Drechsel und Paul Joachim Leuner schossen einen 2:0-Pausenstand heraus. „Wir haben in den ersten 45 Minuten den Dippoldiswaldern keine einzige Tormöglichkeit überlassen. Das war schon sehr routiniert“, erklärte Hartmann. Nach dem Seitenwechsel setzte bei den Wesenitztalern ein gewisser Schlendrian ein. Folgerichtig kamen die Gäste durch ein Eigentor von Oliver Sturm zum Anschlusstreffer. Der SV-Kapitän lenkte eine Kopfballablage nach einem Eckball unglücklich in das eigene Gehäuse. Der Trainer fand kritische Worte: „Da kam etwas Hektik auf. Wie schon zuletzt in Wurgwitz waren wir plötzlich nicht mehr so aufmerksam wie in der ersten Hälfte.“ Doch Drechsel mit seinem zweiten Streich machte zwölf Minuten nach dem Gegentor alles klar. In der Nachspielzeit erhöhte David Seifert noch auf 4:1.

Eine überraschend deftige Schlappe musste Chemie Dohna mit einem 2:6 (1:3) gegen die SG Schönfeld hinnehmen. Felix Augustin zeichnete sich als dreifacher Torschütze für das Siegerteam aus. Das 1:0 dabei durchaus als „Tor des Monats“ verdächtig, denn das Leder schlug aus gut 25 Metern Entfernung im Dreiangel ein. Trainer Thilo Zwintscher war happy: „Ich ziehe vor jedem Spieler den Hut. Ob Torwart Gregor Peuker mit seinen 45 Jahren, Jens Kittel oder der Ex-Hohnsteiner Tobias Schulz – die gesamte Mannschaft hat heute eine phänomenale Leistung gezeigt.“

Trainer verliert die letzten Haare

LSV Gorknitz-Trainer Andreas Freudenberg überstand den 2:1 (0:0)-Sieg bei Blau-Gelb Stolpen nicht ohne Blessuren. „Nach dem unnötigen Anschlusstreffer der Stolpener zum 1:2 waren die letzten Minuten die Hölle. Die Nachspielzeit schien ewig zu gehen, ich habe meine letzten Haare nun auch noch verloren.“ Einen bitteren Beigeschmack hat das 2:1 (1:0) von Traktor Reinhardtsdorf gegen die SG Wurgwitz. Bereits nach elf Minuten musste Florian Katzschner mit mehreren Bänderrissen im Sprunggelenk in das Krankenhaus abtransportiert werden. „Das ist für uns ein schwerer Schock. Nun fällt nach Lars Schmittner der nächste Routinier für längere Zeit aus“, sagte Traktor-Trainer Arne Helth. Schmittner, der in den ersten Begegnungen bereits fünfmal getroffen hatte, erlitt zuletzt eine Meniskusquetschung.