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Dienstag, 25.09.2018

Viecher und Forscher Aug‘ in Aug‘

Die Schau „DINO WORLD“ in der Dresdner Zeitenströmung ermöglicht eine Reise in die Welt von Giganten, die zwar ausgestorben, aber sehr populär sind.

Von Christian Ruf

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Eines beruhigt halt doch: All die Tierchen, deren Namen wie Agujaceratops oder Euoplocephalus Kindern besser über die Lippen kommen, beißen nicht.Foto: PR
Eines beruhigt halt doch: All die Tierchen, deren Namen wie Agujaceratops oder Euoplocephalus Kindern besser über die Lippen kommen, beißen nicht.Foto: PR

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25 Jahre ist es her, dass Steven Spielberg 1993 mit seinem Film „Jurassic Park“ das Kino technisch revolutionierte – und eine nie da gewesene Marketingwelle auslöste. Von der Plaste-Figur über PC-Spiele bis hin zu unzähligen Variationen des „Jurassic Park“-T-Shirts – überall tummelten sich Saurier. Im interaktiven Familienreich lässt sich viel über Saurier lernen.

Kritiker warfen Spielberg vor, dass er sich gemein gemacht habe mit Hyposaurus, dem Reklamemonster, und Profitosaurus Rex, dem furchterregenden Geldscheinschlucker. Aber irgendwie war man doch fasziniert, wie Spielberg mit unserer Angstlust spielte, etwa wenn er den von Sam Neill gespielten Paläontologen einem kleinen Jungen hinsichtlich eines Velociraptors erklärte: „Er macht sich nicht die Mühe, dir die Halsschlagader durchzubeißen wie etwa ein Löwe. Nein, nein. Er schlitzt dich einfach auf. Das Wichtigste ist, dass du dann noch lebst, wenn sie anfangen, dich aufzufressen.“ Spielberg prägte unser populärkulturelles Bildergedächtnis und drückte Generationen von Filmfreunden in den Kinosessel. Nun verwandelt die Schau DINO WORLD das KulturQuartier Zeitenströmung in der Königsbrücker Straße 96 in eine faszinierende Urzeitwelt mit mehr als 60 lebensgroßen Dinosauriern, Skeletten und Fossilien. Auf mehr als 2 000 Quadratmetern können kleine und große Besucher eintauchen in die geheimnisvolle Vergangenheit des Blauen Planeten. Nahezu Auge in Auge steht man mit T-Rex, der Ikone aller fleischfressenden Dinosaurier, aber auch Triceratops und anderen „possierlichen“ Tierchen da, die sich dank aufwendiger Animatronik täuschend echt bewegen. Einmal mehr dürften viele gebannt sein, verbinden doch Dinosaurier den Reiz gigantischer Kraft und Größe einerseits und das Morbide des Aussterbens andererseits.

Für Dresden haben die Macher der Ausstellungen „Tutanchamun“ und „Magic City“ noch etwas Besonderes vorbereitet: Interaktive Kinderbereiche, die zum Entdecken, Anfassen und Ausprobieren einladen. Neben fest installierten Spielstationen, darunter Dino-Reiten sowie Bastel- und Malspielen, gibt es auch viele interaktive Neuheiten, die spielerisch durch die Kontinente führen: Von Pangea aus geht es direkt nach Gondwana. An einer Grabungsstelle dürfen Besucher sich in einen Fossilienjäger verwandeln. Wer fleißig buddelt, fördert die Gussknochen eines T-Rex zu Tage. Auf dem weitläufigen Forschungsgelände können die kleinen Besucher selbst zu Paläontologen werden und mit Mikroskopen ins kleinste Detail der Kolosse eindringen. Sie erfühlen den Unterschied zwischen einem T-Rex-, Megalodon- und Mammut-Zahn und lernen, warum die Eier von pflanzenfressenden Dinosauriern und Straußen verschiedene Größen haben, aber doch Ähnlichkeiten aufweisen. Die vom renommierten Paläontologen Gregory M. Erickson wissenschaftlich betreute Ausstellung erklärt auch, wie es dazu kam, dass jeder der (damals sieben) Erdteile seine spezifischen Dinosaurier-Arten ausprägen konnte. Vom 6. bis 12. Oktober steigt ein Herbstferien-Programm für die ganze Familie. Am 9. und 16. Oktober sowie am 22. und 29. Dezember wird es jeweils von 12 bis 15 Uhr Kinderschminken, eine Ausstellungs-Rallye und viele Überraschungen geben.