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Montag, 13.08.2018

Verwandlungen auf Mildenstein

Drei Künstler setzen das Thema der Ausstellung auf verschiedene Weise um. Zu sehen sind Grafiken, Plastiken und Fotos.

Von Helene Krause

Udo Haufe, Jochen Zieger und Michael Lange stellen ihre Grafiken, Fotos und Plastiken noch bis Ende Oktober auf Burg Mildenstein aus.
Udo Haufe, Jochen Zieger und Michael Lange stellen ihre Grafiken, Fotos und Plastiken noch bis Ende Oktober auf Burg Mildenstein aus.

© Dietmar Thomas

Leisnig. Grafiken und Kunstfotos hängen an den Wänden. Auf Ständern und in Vitrinen stehen verschiedene Plastiken, die meisten aus Bronze. Zu sehen sind die Kunstwerke in der neuen Sonderausstellung „Drei“ auf der Burg Mildenstein in Leisnig.

Drei Künstler unterschiedlicher Genres zeigen ihre Werke. So stellt Udo Haufe aus Dresden seine Grafiken aus. Jochen Zieger aus Nossen zeigt seine Plastiken und Michael Lange aus Quohren seine Fotografien. Zu sehen sind unter anderem von Haufe die Bilder „Ode an die Endlichkeit“ und „Nachtschatten“. Auf dem ersten ist im Vordergrund eine grüne Landschaft, an die sich schwarze Berge anschließen. Darüber spannt sich ein blauer Himmel, der von rosa Wolken durchzogen ist. Bei dem Bild „Nachtschatten“ ist der Himmel in gelben, weißen und blauen Streifen gestaltet. Daran schließt sich schwarzes Land an. Am Horizont sind die Umrisse von Tieren zu sehen. Für seine Druckgrafiken verwendet Haufe Holz und andere Materialien. Die Motive werden dann von ihm in mehreren Druckgängen auf Papier gebracht und mit Tusche und Naturabdrücken kombiniert.

Die Fotos von Michael Lange zeigen dagegen eine Kombination von Dingen wie Reste verwitterter Tapete, rostige Metallstücke oder bedruckte Emaille-Schilder. In den Bildern werden die Gegenstände zum Zusammenhang. So vereint der Künstler Nähe, Ferne und Wirklichkeit.

In seinen figürlichen und abstrakten Bronzeplastiken geht es Jochen Zieger um das ganzheitliche Verhältnis des Körpers. So zeigt er eine Frau, die eine Leiter hochsteigt, ein eng umschlungenes Paar, verschiedene Figurinen und weitere Plastiken. Auch mehrere Gipsmodelle hat er ausgestellt. Von ihm stammt die Idee, in der Burg auszustellen. „Zieger ist ab und zu bei der Restaurierung der Burg im Metallbau tätig. Er hat uns angesprochen“, so Museologin Wiebke Glöckner.

Dr. Gerlinde Beyer aus Großenhain ist zu der Ausstellung gekommen, weil ihr Mann fotografiert und er sich bei Michael Lange für sein Hobby ein paar Tipps holen will. Außerdem kennt Gerlinde Beyer Jochen Zieger seit Jahren. „Ich war schon in Ausstellungen von ihm und habe bei ihm Kurse belegt, unter anderem einen Kurs für Bronzeguss“, sagt sie. Rosemarie und Wolfram Kürth aus Gnandstein lasen in der Zeitung von der Ausstellungseröffnung. Sie entschlossen sich spontan, nach Leisnig zu fahren. „Die Künstler kennen wir noch nicht, aber wir wollen sie kennenlernen“, sagt Rosemarie Kürth. „Meine Freundin ist Malerin. Deshalb interessiere ich mich für Kunst.“

„Alle drei Künstler führen Verwandlungen vor“, sagt die Kunsthistorikerin Teresa Ende in ihrer Eröffnungsrede. „Wandlung und Verwandlung ist die Basis aller drei. Die Werke sind durchmischt ausgestellt.“

Zu sehen sind die Kunstwerke in der Hof- und Kaplanstube bis Ende Oktober zu den Öffnungszeiten der Burg Mildenstein.