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Samstag, 14.07.2018

Vermögen der Deutschen wächst kaum noch

Frankfurt am Main. Obwohl die Menschen in Deutschland so viel Geld wie selten auf die Seite legen, ist ihr Vermögen im ersten Quartal dieses Jahres kaum noch gewachsen. Verantwortlich dafür sind Bewertungsverluste für die bereits gehaltenen Aktien und Investmentfonds, wie die Deutsche Bundesbank berichtete. Auch haben sich die privaten Haushalte weiter verschuldet, was das Netto-Geldvermögen ebenfalls mindert. 69 Milliarden Euro haben die privaten Haushalte in den ersten drei Monaten des Jahres in ihr Vermögen fließen lassen und einen der höchsten Quartalswerte seit der Jahrtausendwende erreicht. Wegen der Bewertungsverluste stieg das Brutto-Geldvermögen aber nur um 14 Milliarden auf 5 875 Milliarden Euro. Immer noch werden wenig rentable Anlageformen bevorzugt, berichtete die Bundesbank. So flossen 15 Milliarden Euro, in Bargeld und Sichteinlagen. Die Ansprüche gegenüber Versicherungen wurden um 22 Milliarden Euro aufgestockt. In Investmentfonds flossen 10  Milliarden Euro, und für Aktien wendeten die Menschen vier Milliarden Euro auf. Das waren nach Einschätzung der Währungshüter hohe Beträge für den Kapitalmarkt, der typischerweise als riskanter gilt. Diesem Ruf wurden die Anlageformen prompt gerecht, denn der Wert der gehaltenen Aktien sank wegen fallender Kurse um 16 Milliarden Euro.

Die Zahl der Aktionäre in Deutschland stieg zum Jahresbeginn auf den höchsten Stand seit zehn Jahren. Etwas mehr als zehn Millionen Menschen besaßen nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts im Jahr 2017 Aktien oder Anteile an Aktienfonds. (dpa)

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