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Donnerstag, 03.05.2018

Verlieren verboten

Es ist ein Derby. Es ist prestigeträchtig. Diesmal ist es noch mehr. Für Dynamo und Aue gilt beim direkten Duell: Verlieren verboten. Sonst droht der Abstieg. Fragen und Antworten mit dem Blick ins Erzgebirge.

Von Fabian Held

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In der Hinrunde konnte Dynamo um Stürmer Lucas Röser jubeln. Nach dem 4:0-Sieg gegen Aue am 3. Dezember 2017 haben die Erzgebirgler noch eine Rechnung mit den Schwarz-Gelben offen.
In der Hinrunde konnte Dynamo um Stürmer Lucas Röser jubeln. Nach dem 4:0-Sieg gegen Aue am 3. Dezember 2017 haben die Erzgebirgler noch eine Rechnung mit den Schwarz-Gelben offen.

© Robert Michael

Mit welchen Erwartungen ist Aue in die Saison gestartet?

In Aue stellte sich diese Frage – wie immer zum Saisonstart - nicht. Das Ziel im Erzgebirge ist stets der Klassenverbleib. Eine Saison in der zweiten Liga zu spielen, hat in Aue ungefähr die Bedeutung, wie eine Teilnahme an der Champions League. Entsprechend wurde der Kader zusammengestellt und die Mannschaft geformt. Ihr war von Anfang an klar, dass es bis zum Schluss nur um den Klassenverbleib gehen würde.

Warum droht Aue nun dennoch der Abstieg?
Man könnte es sich leicht machen: Der FCE ist genau da, wo er sein wollte. Über dem ominösen Strich, den Klassenverbleib noch selbst in der Hand habend. Doch es gibt eben auch eine andere Seite: Denn Aue hätte nach einem famosen Zwischenspurt mit acht Spielen ohne Niederlage schon längst gesichert sein können. Doch die Mannschaft erlaubte sich zuletzt drei Spiele, in denen Einsatz und Wille nicht bei 100 Prozent waren. Dann können die „Veilchen“ nicht gewinnen, da ihr Spiel auf sauberer Zweikampfführung und läuferischem Einsatz fußt. Dazu kamen fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen und zuletzt viele Karten inklusive Sperren.

Wie will man den Klassenverbleib sichern?
Ruhig weiterarbeiten ist das Motto. Die Mannschaft weiß, dass sie das Zeug dazu hat, die beiden letzten Spiele zu gewinnen. Zuletzt waren die Auer immer am stärksten, wenn der Druck am größten war. Im Lößnitztal kennen Spieler und Fans (fast) nichts außer Abstiegskampf. Das soll nun der Trumpf sein.


Wie sind die Aussichten?
Für Aue ist das Restprogramm heikel, denn nach dem Heimspiel gegen Dynamo muss der FC Erzgebirge am letzten Spieltag zum SV Darmstadt. Insofern würde ein Sieg gegen Dresden die Gemüter deutlich beruhigen. Dazu haben die Auer nach dem 0:4-Debakel im Hinspiel noch eine Rechnung offen.

Was sagt der Erfahrendste?

Im Sommer 2015 hatte Christian Tieffert seine Karriere eigentlich schon beendet. Dann brachte sein Kumpel Nicky Adler ihn mit dem damaligen Drittligisten Aue in Verbindung. Der Beginn einer Erfolgsstory.

Tiffert, der in seiner ganzen Karriere quasi nie verletzt war, wurde zum Leader auf dem Platz. Die Kapitäns-Binde trägt weiter Martin Männel, aber im Spiel dirigiert der 36-Jährige seine Mitspieler. „Wir können jetzt noch alles selbst beeinflussen“, sagt Tiffert, und meint: „Bei allem Druck soll man sich auf solche Spiele auch freuen. Ein guter Gegner, ein ausverkauftes Haus in unserem schönen neuen Stadion.“ Doch als Vater der Kompanie will er sich selbst nicht zu wichtig nehmen: „Zu viel reden ist manchmal auch nicht gut. Jeder weiß, wie wichtig das Spiel ist“. (dpa)

Dynamos Gesamtbilanz gegen Aue: 89 Spiele, 38 Siege, 25 Unentschieden, 26 Niederlagen; 162:108 Tore

Dynamos Bilanz in Aue: 44 Spiele, 10 Siege, 19 Unentschieden, 15 Niederlagen; 50:62 Tore

Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

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  1. Zwei gekreuzte Hämmer

    Schickt die hochnäsigen Landeshauptdörfler endlich in die 3. Liga !!!

  2. RW.SGD.

    @ (1) Überleg Dir das bitte nochmal genau. Wenn wir absteigen sollten, dann bekommt ihr Eure Schüssel ja nie mehr voll... :-D Wenigstens 1x / Saison ausverkauft beschert Eurem Schatzmeister ruhigere Nächte...!

  3. wanderer

    Bin seit 1967 mit DYNAMO verbunden und habe viel Positives und Momente der Traurigkeit erlebt . Habe aber auch immer WISMUT mit Sympathie begleitet . Nun kämpfen beide um den Klassenerhalt ...schade das es so kommen musste , aber jetzt den anderen so dämlich zu attakieren , wie es mein Vorschreiber getan hat , finde ich nicht schön . Obwohl ich natürlich DYNAMO ganz ganz fest die Daumen drücke , so bin ich doch der Meinung ..der Bessere sollte gewinnen ! Am besten wäre es natürlich , wenn beide in der 2. Liga bleiben würden und ich stelle mal die Prognose......so wird es auch sein !!!

  4. mäxle

    ...wir alle sind sachsen auch die auer, ich finde auch das beide die klasse halten sollten...umso mehr ostvereine umso besser...auch cottbus und rostock gehören in die 2. liga...mit magdeburg steigt ja nun ein weiterer ostverein auf...nachdem man uns die oberliga kaputtgemacht hat wird es zeit das der osten die 2. liga rockt...meine meinung....

  5. Friedemann

    Ganz heißer Insidertipp: Neuhaus spielt mit

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