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Dienstag, 05.06.2018

Vater & Sohn

DRAMA: „Goodbye Christopher Robin“ von Simon Curtis

Die Figur Winnie-Puuh hebt die Stimmung in der Nachkriegszeit.Foto: 20th Century Fox
Die Figur Winnie-Puuh hebt die Stimmung in der Nachkriegszeit.Foto: 20th Century Fox

Winnie Pu! Man darf ohne große Mühe sagen, dass dieses Tierchen zu den Kultfiguren der Buchgeschichte gehört. Denn im England der Nachkriegszeit sehnten sich die Menschen nach etwas, das ihre Stimmung heben konnte. Die Fantasie war angeregt, es musste verblüffend und bunt schillernd sein, die Haken des Daseins sollten verdrängt werden.

Nachdem A. A. Milne London den Rücken gekehrt hatte und aufs Land gezogen war, vollzog sich eine Veränderung, die auch für ihn völlig unerwartet war. Der Schriftsteller wurde in eine neue Rolle hineinkatapultiert, die für immer seine bekannteste werden sollte: In den Wäldern von East Sussex begann Milne, sich für sein einziges Kind, Sohn Christopher Robin, fantasievolle Geschichten auszudenken. Im Mittelpunkt stehen der kleine Junge Christopher Robin und seine ständig größer werdende Sammlung von Stofftieren – allen voran sein Teddybär, bekannt als Pu der Bär.

„Goodbye Christopher Robin“ gibt einen außergewöhnlichen Einblick in die innige Beziehung zwischen A.A. Milne (Domhnall Gleeson), den Autoren und Daddy, und seinem Sohn Christopher Robin (Will Tilston). Der Junge, seine Mutter Daphne (Margot Robbie), Nanny Olive (Kelly Macdonald), ja, die ganze Familie wird vom Erfolg der Geschichten förmlich überrannt. Das Buch wird ein Lesehit und bringt nach den leidvollen Erfahrungen des Weltkriegs Hoffnung und Wohlstand nach England. Die Frage aber ist, welchen Preis Christopher Robin und seine Familie dafür zahlen müssen, permanent in der Öffentlichkeit zu stehen. Regisseur Simon Curtis hat zuletzt „Die Frau in Gold“ über die Hintergründe eines Gustav-Klimt-Gemäldes gedreht. Jetzt geht es also wieder um Geschichten dahinter.

„Goodbye Christopher Robin“ startet nur im Programmkino Ost, DD.