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Freitag, 25.05.2018

Untermieter darf nicht untervermieten

Mieter dürfen ihre Wohnung in der Regel untervermieten. Dafür brauchen sie die Erlaubnis des Vermieters. Erklärt sich dieser grundsätzlich damit einverstanden, heißt das nicht, dass die Wohnung einem weiteren Untermieter überlassen werden darf. Denn damit verletzt der Hauptmieter seine Pflichten, befand das Landgericht Berlin. Eine Kündigung deshalb sei gerechtfertigt.

In dem Fall hatte der Hauptmieter einer Einzimmerwohnung bei seinem Vermieter eine Untermieterlaubnis eingeholt. Allerdings wohnte nicht der angegebene Untermieter in der Wohnung, sondern ein Dritter. Der Vermieter erfuhr davon, kündigte das Mietverhältnis wegen schuldhafter Pflichtverletzung und erhob Räumungsklage. Im Prozess trug der beklagte Mieter vor, dass zwar hauptsächlich der Unter-Untermieter die Wohnung nutze, aber auch er und der Untermieter sich gelegentlich dort aufhalten. Das Gericht konnte dies nicht überzeugen. Wenn der Hauptmieter die Überlassung der Wohnung an einen Dritten zulasse, ohne um Erlaubnis zu fragen, verletze er seine vertraglichen Pflichten. Hierbei sei es unerheblich, ob der Hauptmieter überhaupt von der Weitervermietung wusste. Auch für ein Verschulden des Untermieters müsse er geradestehen.

(dpa)

Aktenzeichen: 65 S 219/17