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Dienstag, 23.10.2018

Unter Nachbarn

FESTIVAL: Filme bei den Tschechisch-Deutschen Kulturtagen

Von Vorname Nachmane

„Erotikon“ ist ein tschechisches Stummfilm-Liebesmelodram von 1929.Foto: NFA
„Erotikon“ ist ein tschechisches Stummfilm-Liebesmelodram von 1929.Foto: NFA

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Sie hätten gefehlt, wären sie im vergangenen Jahr wirklich abgeschafft worden – die Tschechisch-Deutschen Kulturtage in Dresden und der „Elbe-Labe-Region“. Nun hat der Veranstalter gewechselt und das 20. Jubiläum kann gefeiert werden. Neben Jazz, Klassik, Literatur, Theater und Kunst gehört der Film zu den Säulen des Festivals unter Nachbarn. Der aktuelle Jahrgang hat endlich – neben älteren Werken – auch das im Programm, was letztens immer ein wenig gefehlt hat, denn es werden nagelneue Filme gezeigt, die in Deutschland noch gar keinen Starttermin haben oder überhaupt nicht im regulären Angebot zu sehen sind. Auf den Mix kommt es an. Die neuen Streifen kommen auch von Bohdan Sláma und Jan Hrebejk, zwei Regisseure, die schon persönlich in Dresden waren und bei den Tschechisch-Deutschen Kulturtagen ihre Filme präsentiert haben. Slámas „Bába z Ledu“ über eine alte Frau, die einen Eisschwimmer vor dem Ertrinken rettet - und damit ein wenig sich selbst – ist Tschechiens Oscar-Beitrag. Jan Hrebejks „Ucitelka“ fehlte im Vorjahr, als es eine ganze Hrebejk-Reihe gab, und wird jetzt nachgezogen. Es geht hier zurück in die slowakischen 1980er. Ergänzt wird das namhafte Regisseurs-Trio durch den Slowaken Martin Šulík, der seine Tragikomödie „Der Dolmetscher“ mit Jiri Menzel und Peter Simonischek zeigt. Drei Filme – drei Höhepunkte. Wer von der Geschichte des tschechisch-slowakischen Films mehr wissen will, ist am Freitag, 18.30 Uhr ins Programmkino Ost eingeladen. Dann kommt Jaroslav Sedlácek, Chefdramaturg vom Filmzentrum des Tschechischen Fernsehens, als Gesprächspartner. Im Anschluss gibt es den historisch prekären Stummfilm „Erotikon“ zu sehen, der live von der tschechischen DJane Doe untermalt wird.

Die Filme laufen im Programmkino Ost und im Kino in der Fabrik, DD.