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Montag, 10.09.2018

Ungefährdeter Auftaktsieg der Bienen

Am ersten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga setzt sich der HC Rödertal in Waiblingen 36:26 (18:11) durch.

Meret Ossenkopp erzielte beim Auftakt drei Tore.
Meret Ossenkopp erzielte beim Auftakt drei Tore.

© Stemi

Handball. Im mit Spannung erwarteten Saisonauftaktmatch in der 2. Bundesliga gewannen die Rödertalbienen vor spärlicher Kulisse (175 Zuschauer) gegen die Vorjahresachten VfL Waiblingen mit 36:26 (18:11).

Den Grundstein für den Erfolg legten die Gäste aus dem Rödertal in der ersten Halbzeit. Dabei waren die Vorzeichen vor dem Spiel nicht unbedingt günstig, Julia Mauksch noch verletzt, Jasmin Eckart mit der A-Jugend in der Jugendbundesliga in Leverkusen und Thilde Boesen leicht angeschlagen, dafür war Victoria Hasselbuch nach Verletzungspause wieder mit von der Partie und kam zu ihrem ersten Bundesligaeinsatz. Das Spiel begann auf beiden Seiten sehr nervös, zu groß war die Ungewissheit über das eigene Können und das des Gegners. Trainer Frank Mühlner hatte sein Team eher defensiv und auf Sicherheit eingestellt, Fehler sollten unbedingt vermieden werden, um dem Gegner keine bzw. ganz wenig Möglichkeiten zu Kontern zu geben und das war für das Auftaktspiel genau das richtige taktische Konzept. Waiblingen bot mit seiner offensiven, auf Ballgewinn orientierten Abwehrformation, immer wieder die Räume, in die Brigita Ivanauskaite und Co. schonungslos hineinstießen. Das erste Tor im Spiel erzielten die Randstuttgarterinnen per Strafwurf, aber dann ging es Schlag auf Schlag. Bereits in der zehnten Spielminute hatten die Gäste die erste Drei-Tore Führung erzielt (6:3).

VfL-Trainer Andersson stellte mehrfach um, erzielte damit aber nicht die erhoffte Wirkung. Als er die Torfrau gegen eine zusätzliche Feldspielerin tauschte, reagierte Rödertaltorfrau Ann Rammer am schnellsten und erzielte zwei Tore. Quasi mit dem Pausenpfiff baute Lisa Loehnig die Führung zum 18:11 aus. Einziger Wermutstropfen waren die zwei Zeitstrafen in Hälfte eins gegen Ivanauskaite, die Mühlner daraufhin nur noch im Angriff spielen ließ, um nicht ihre Disqualifikation zu riskieren.

Zu Beginn von Hälfte zwei überraschte Waiblingentrainer Andersson erneut mit einer taktischen Variante, indem er eine doppelte Pressdeckung spielen ließ. Damit hatte er zumindest kurzzeitig auch Erfolg und die Gastgeberinnen konnten den Rückstand, der zwischenzeitlich bereits auf zehn Tore angewachsen war, auf acht Tore verkürzen. Doch auch Gästetrainer Mühlner reagierte, stellte um und seine Mädels den alten Vorsprung wieder her. Die letzten 15 Minuten verliefen ausgeglichen. Rödertal brachte den Vorsprung clever über die Zeit. Ein großes Lob gebührt den beiden Unparteiischen Daniela Kuschel und Sandra Schenk, die das Spiel jederzeit sicher, unauffällig und mit Fingerspitzengefühl leiteten. Der 36:26 Sieg des HC Rödertal geht auch der Höhe nach völlig in Ordnung. Es war eine überzeugende Leistung und so waren Trainer und Spielerinnen nach dem Spiel hochzufrieden.

Der Kommentar von Mühlner war gewohnt kurz: „Ich bin unheimlich stolz auf meine Mädels. Sie haben genau das umgesetzt, was wir besprochen haben. Die erste Halbzeit war einfach klasse, das wird aber auch der Maßstab für die nächsten Spiele sein. Alle im Team haben ihren Anteil am Erfolg, da möchte ich bewusst keine Spielerin hervorheben.“ Am Samstag empfangen die Bienen in eigener Halle den SV Werder Bremen, der zum Auftakt patzte.

DHB-Pokalspiel gegen Erstligist


Derweil wurde in Dortmund die zweite Runde im DHB-Pokal ausgelost. Als Losfee fungierte Ex-Nationalspielerin Stella Kramer und sie bewies ein glückliches Händchen. Die Kracher der zweiten Pokalrunde sind die beiden Erstligapaarungen. So trifft der Deutsche Meister Thüringer HC auf die HSG Blomberg-Lippe und der VfL Oldenburg auf die HSG Bad Wildungen. Der HC Rödertal erwartet Neckarsulmer Sport-Union. Für Rödertal ein gutes Omen, war doch die Neckarsulmer Sport-Union die Mannschaft, gegen die die Rödertalbienen beim 26:26 ihren einzigen Punkt in der vergangenen Erstligasaison holten.

HCR: Rammer (2), Minami, Ivanauskaite (8), Szeczina (6), Loehnig (5), Jander (4), Kreibich (3), Ossenkopp (3), Alesiunaite (3/3), Pollakowski (2), Boesen, Hasselbusch.