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Donnerstag, 17.05.2018

Umsatz im Handwerk steigt

Die Konjunktur schätzen die meisten Handwerksfirmen positiv ein. Sie haben aber eine klare Forderung an die Politik.

Von Franz Werfel

Das Maurerhandwerk hat sich dank des Einsatzes neuer Maschinen in den vergangenen Jahren verändert.
Das Maurerhandwerk hat sich dank des Einsatzes neuer Maschinen in den vergangenen Jahren verändert.

© dpa

Pirna/Dresden. Überdurchschnittlich gut ist nach wie vor die Lage der rund 4 100 Handwerksunternehmen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zum dritten Mal in Folge vermelden sieben von zehn Firmen der Region gute Geschäftslagen. Die Erwartungen an die nächsten Monate sind überaus optimistisch. Nicht einmal jeder 100. Befragte vermutet schlechter werdende Geschäftslagen. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Dresden zur Konjunktur in der Region.

Gestiegen ist dabei aber auch der Anteil der Handwerksfirmen, die ihre derzeitige Lage als schlecht einschätzen. 7,5 Prozent der Handwerker geben dies an. Des Weiteren berichten etwa 32 Prozent von derzeit sinkenden Umsätzen. Lediglich im Landkreis Görlitz ist dieser Wert höher (41 Prozent). Gleichzeitig erwarten mehr als 44 Prozent der Handwerksfirmen in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge künftig steigende Umsätze – das ist beste Wert in ganz Ostsachsen.

„Die gute Konjunktur im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fügt sich ein in das positive Bild im gesamten Kammerbezirk Dresden“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. Dennoch schaut er nicht ohne Sorgen in die Zukunft: „Damit das Handwerk auch weiterhin Motor für ein nachhaltiges Wachstum, Stabilitätsanker für gute Beschäftigung und Garant für eine hohe Ausbildungsleistung sein kann, braucht es jetzt die richtige Vorarbeit“, sagt Brzezinski. So benötige das Handwerk beispielsweise dringend gut ausgebildeten Nachwuchs. „Deshalb betrachten wir ausbleibende Investitionen insbesondere in die Oberschulen mit Sorge.“ Sowohl personell als auch materiell müssten die Oberschulen so ausgestattet werden, dass sie ihren Bildungsauftrag erstklassig umsetzen können, so Brzezinski.

Für ihre Konjunkturanalyse befragt die Handwerkskammer Dresden zweimal jährlich – jeweils im Frühjahr und im Herbst – ihre Mitgliedsbetriebe im Kammerbezirk Dresden. Dieser umfasst die Landeshauptstadt Dresden sowie die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Für die aktuelle Befragung wurden mehr als 4 000 der rund 22 100 Mitgliedsbetriebe in Ostsachsen befragt. Etwa 520 Betriebe schickten ihre ausgefüllten Fragebögen an die Handwerkskammer zurück.