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Samstag, 02.12.2006

Ulrich Hagenloch

Ulrich Hagenloch gehört in der sächsischen Justiz zu den Aufbauhelfern der ersten Stunde. Am 1. März 1992 wechselte der damalige Richter am Oberlandesgericht Stuttgart zum Bezirksgericht Dresden. Für den gebürtigen Schwaben stand von Anfang an fest: „Ich bleibe hier.“ Seit Januar 1993 ist der 54-Jährige Vize-Präsident des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden. An diesem Montag wird Hagenloch in einer Feierstunde offiziell zum neuen Präsidenten und damit zum Nachfolger von Klaus Budewig ernannt.

Auch in seiner neuen Funktion will der Top-Jurist mit einem Standbein in der Rechtsprechung bleiben. Als Spezialist für Wirtschaftsrecht wird er weiterhin Prozesse aus dem Kartell-, dem Aktien- sowie dem Gesellschaftsrecht leiten. Im Oktober gelang ihm das Kunststück, den juristischen Krieg, in den sich die sächsische Landesbank heillos verstrickt hatte, mit einem Vergleich zu beenden.

Mit Respekt berichten Kollegen, dass Hagenloch schon morgens um sechs Uhr vor dem Computer sitzt. Die technische Modernisierung der Justiz zählt er zu seinen wichtigsten Aufgaben als Präsident. „Wir müssen zwingend mit der Zeit gehen.“ Die Justiz müsse bei diesem Thema am Ball bleiben, auch wenn sie sich nicht mit der Privatwirtschaft vergleichen könne, sagt er. „Meine Vision ist die einer überwiegend papierlosen Justiz.“ (SZ/lot)