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Donnerstag, 08.11.2018

Uli Hoeneß kündigt Rückzug an

Seit fast zwei Jahren ist Uli Hoeneß wieder Präsident des FC Bayern München. Nun spricht er in Dresden von seinen Abschied.

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Hat den mittelfristigen Rückzug von seinen Ämtern angekündigt: Uli Hoeneß
Hat den mittelfristigen Rückzug von seinen Ämtern angekündigt: Uli Hoeneß

© dpa

Dresden. Uli Hoeneß hat seinen Abschied aus dem Amt des Präsidenten beim deutschen Rekordmeister Bayern München angekündigt. „Ich bin jetzt 66 Jahre alt. Lassen Sie mich diesen Job noch zwei, drei Jahre machen“, sagte er am Donnerstagabend beim Wirtschaftsdialog Saxxess in Dresden. „Wir haben so viel Geld in der Kasse wie nie zuvor. Ich werde meinen Nachfolgern volle Kassen übergeben. Damit können sie dann machen, was sie wollen.“

Für seinen Nachfolger hat Hoeneß ein konkretes Profil vor Augen: „Er sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat – und einer, der aus dem Fußball kommt. Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen. Das wird schwer. Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören“, sagte er.

Mit Unterbrechungen ist Hoeneß seit 2009 als Präsident und seit 2010 auch als Aufsichtsratsboss der FC Bayern AG tätig. Davor amtierte der Weltmeister von 1974 seit 1979 als Manager der Münchner. Im Zuge seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte er im März 2014 seine Ämter in den Führungsgremien aufgegeben. Nach seiner Haftentlassung wurde Hoeneß im November 2016 erneut zum Präsidenten gewählt und im Februar auch wieder zum Aufsichtsratschef ernannt. Seine Amtszeit läuft bis 2019.

Im SZ-Gespräch stärkte er Trainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund am Samstag den Rücken. „Wir haben ihn nie infrage gestellt, müssen uns aber zunehmend dieser Fragen erwehren, die ich im Moment nicht verstehe“, sagte Hoeneß. (SZ)

Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. Thomas

    Endlich!

  2. Mal eine Anmerkung

    @1 Thomas-Warum endlich?Herr Hoeneß hat für seine Steuerhinterziehung gesessen und seine Strafe verbüßt,Das zu diesem Thema ,nun mal was anderes,ohne die Person Hoeneß stände der FCB nicht dort wo er ist ,sportlich und wirtschaftlich.Ohne Herrn Hoeneß wären Vereine ,und davon auch viele im Osten nicht mehr am Leben.Dank vieler Aktivitäten des FCB /Herrn Hoeneß(Freundschaftsspiele usw.)würde auch unserer SGD geholfen und ein Teil zur derzeitigen gesunden wirtschaftlichen Lage beigetragen. Weiterhin arangierte sich Herr Hoeneß in sozialen Projekten . Man mag ihn doch nicht mögen müssen ,aber Anerkennung hat er schon verdient. Dem deutschen Fußball wird eine immer streitbare Ikone fehlen! Und übrigens ,so ein Bayern Fan bin ich nicht.

  3. Freier Bürger

    Völlig unverständlich , welche Aufmerksamkeit dieser kriminelle Steuerbetrüger hier erhält. Es zeigt nur, wie moralisch verkommen der Profifußball ist, wenn solche Typen Vereinspräsident spielen dürfen. Kein anständiger Bürger wird ihn vermissen und für den FC Bayern und seine überbezahlten Rasenkasper interessiert sich schon lange niemand mehr. Bitte künftig besser über wirklich relevante Sportthemen berichten!

  4. Oberlausitzer

    Ein jener, der noch nie Steuern hinterzogen hat, der werfe den ersten Stein! Für seine Steuervergehen war U.H. im Knast (was ich für völlig überzogen halte, wenn man die Strafen sieht, die solche Goldstücke wie King Abode bekommen haben!) und er hat seine steurschuld bezahlt. Im übrigen hat er sehr viel für den FCB und insgesamt für den deutschen Fußball getan. Er hat auch mal den Konkruenten BVB aus der finanziellen Klemme geholfen, etliche Freundschaftsspiele organisiert für klamme Vereine usw. Leider vergessen das viel seiner Neider! Er wird eine Lücke hinterlassen, aber der FCB wird auch ohne ihe DIE Mancht im deutschen Fußball bleiben!

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