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Mittwoch, 14.03.2018

Überholverbot für Laster auf der A 14

Zurzeit wird eine Studie im Verkehrsministerium ausgewertet. ADAC und der SPD-Landtagsabgeordneter fordern Veränderungen.

Von Sylvia Jentzsch

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Für Lkw soll das Überholen auf der Autobahn 14 zwischen dem Dreieck Nossen und dem Schkeuditzer Kreuz verboten werden.
Für Lkw soll das Überholen auf der Autobahn 14 zwischen dem Dreieck Nossen und dem Schkeuditzer Kreuz verboten werden.

© Uwe Soeder

  • Für Lkw soll das Überholen auf der Autobahn 14 zwischen dem Dreieck Nossen und dem Schkeuditzer Kreuz verboten werden.
    Für Lkw soll das Überholen auf der Autobahn 14 zwischen dem Dreieck Nossen und dem Schkeuditzer Kreuz verboten werden.
  • Den Weg zwischen Arbeits- und Wohnort so sicher, aber so gestalten, dass ein zügiger Verkehr gewährleistet ist – Mittelsachsen-SPD-Chef Henning Homann.
    Den Weg zwischen Arbeits- und Wohnort so sicher, aber so gestalten, dass ein zügiger Verkehr gewährleistet ist – Mittelsachsen-SPD-Chef Henning Homann.

Döbeln. Schon wieder dicker Verkehr auf der A 14 zwischen Döbeln und dem Autobahndreieck Nossen. Kaum ein Kraftfahrer hat das noch nicht erlebt. Durch Überholmanöver der Laster können Unfällen passieren und Staus entstehen.

Der Döbelner Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Mittelsachsen, Henning Homann, setzt sich deshalb für ein Überholverbot für Laster auf der Autobahn 14 zwischen dem Dreieck Nossen und dem Schkeuditzer Kreuz ein. Er unterstützt damit die Forderung des ADAC. Schon vor einigen Wochen hatte sich Homann wegen des Überholverbots an das Sächsische Verkehrsministerium gewandt. In der Vergangenheit war es auf dieser Strecke wiederholt zu schwereren Unfällen gekommen, an den Laster beteiligt waren. Wie viele es im vergangenen Jahr waren, könne die Polizeidirektion Leipzig in der Kürze der Zeit nicht im vollen Umfang zu beantworten, so ihr Pressesprecher Uwe Voigt.

Lasuv überprüft Autobahnabschnitte

Außerdem gebe es diesbezüglich ein Verfahren beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Das Ergebnis stehe noch aus, so Uwe Voigt. Das bestätigte die Pressestelle des Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA). Das Lasuv habe im Auftrag des Ministeriums eine umfassende Überprüfung aller zweistreifigen und dreistreifigen Abschnitte der Bundesautobahnen im Freistaat Sachsen auf Notwendigkeit eines Lkw-Überholverbotes vorgenommen. Dazu wurden Parameter wie Verkehrsstärke, Unfallzahlen oder die daraus resultierenden Unfallraten auf einem bestimmten Streckenabschnitt herangezogen. „Das Gutachten befindet sich derzeit im Ministerium noch in Auswertung“, so Pressereferentin Kathleen Brühl. Insbesondere durch Überholmanöver von Lkw auf zweistreifigen und teilweise auf dreistreifigen Richtungsfahrbahnen von Autobahnen resultieren erhebliche Einschränkungen für die Autofahrer. Zusätzlich stellen diese Überholvorgänge generell einen Engpass sowie auf kritischen Abschnitten ein erhöhtes Unfallrisiko dar, sagte die Pressesprecherin.

Ausweitung von Überholverboten

Es zeichne sich ab, dass es eine Ausweitung von Überholverboten für Laster auf weiteren sächsischen Autobahnabschnitten geben wird. Hierzu wird es in der kommenden Woche voraussichtlich weitere Informationen geben, so Brühl.

„Viele Menschen aus Döbeln und Mittelsachsen nutzen die A 14 täglich, pendeln in die Großstädte, um dort ihrer Arbeit nachzugehen. Ich möchte, dass Leute, die in Dresden oder Leipzig arbeiten, in Mittelsachsen wohnen bleiben“, so Homann. Dafür sei es nötig, den Weg zwischen Arbeits- und Wohnort so sicher, aber so zu gestalten, dass ein zügiger Verkehr gewährleistet ist. Mobilität sei ein zentraler Faktor für die Zukunft des ländlichen Raumes.