erweiterte Suche
Freitag, 14.09.2018

Turnhalle wird Schmuckstück

Die Sanierung geht voran. Die Kosten dafür belasten den Haushalt des Kultur- und Sportbetriebes.

Von Sylvia Jentzsch

Erstes Oktoberfest

Zurzeit werden die Klinker an einigen Stellen ersetzt und die Sandsteingewände an der Turnhalle hinter der Pestalozzischule restauriert. Bis zum Einbruch des Winters soll alles fertig sein. Geplant ist, dass Ende September das Gerüst an der Seite zur Südstraße abgebaut wird.
Zurzeit werden die Klinker an einigen Stellen ersetzt und die Sandsteingewände an der Turnhalle hinter der Pestalozzischule restauriert. Bis zum Einbruch des Winters soll alles fertig sein. Geplant ist, dass Ende September das Gerüst an der Seite zur Südstraße abgebaut wird.

© Dietmar Thomas

Hartha. Ende September sollen die Hüllen von der Turnhalle hinter der Pestalozzischule fallen – zumindest auf der Seite an der Südstraße. Dann ist der Klinkerbau wieder in voller Pracht zu sehen. „Zurzeit werden die Klinker an einigen Stellen ersetzt und die Sandsteingewände restauriert. Die Schmuckelemente und der Sims bekommen nach Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde gerade einen Farbanstrich“, sagte Günter Roßberg, Betriebsleiter des Kultur- und Sportbetriebes. Außerdem würden die schadhaften Fugen erneuert.

Bis zum Einbruch des Winters soll die Sanierung der Turnhalle komplett abgeschlossen sein. Im Vorjahr wurden bereits der Eingangsbereich und die Garderoben in Ordnung gebracht (DA berichtete). Sie erhielten Schallschutzdecken, der Fußboden wurde gedämmt und die Elektrik erneuert. Die Maßnahme kostete 56 600 Euro. Davon sind 40 100 Euro Fördergeld und 15 600 Euro Eigenmittel des Kultur- und Sportbetriebes.

In die Turnhalle flossen im Jahr 2014 insgesamt 125 000 Euro für die Dachsanierung. Davor waren es 185 000 Euro für neue Fenster, einen wärmedämmenden Fußboden mit Parkett, neue Beleuchtung und eine zwei Meter hohe Prallwand. Auch die oberen Umkleidekabinen wurden neu gestaltet. Damit verbesserten sich die Bedingungen für die Schüler, Lehrer, Sportler und Vereinsmitglieder erheblich. Die Turnhalle ist mehr als 110 Jahre alt und steht unter Denkmalschutz. Sie wird für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport benötigt.

„Das Gebäude ist nach der Außensanierung super in Schuss. Und auch die Wände in der Sporthalle, die wegen eines Wassereinbruchs im Bereich des Daches gleich nach der malermäßigen Instandsetzung Schaden genommen haben, sollen wieder einen ordentlichen Anstrich bekommen. Diese Arbeiten werden schrittweise mit den Mitarbeitern des Kultur- und Sportbetriebes erledigt. „Wir mussten erst einmal warten, bis die Fassade fertig ist, damit keine Nässe mehr in die Halle dringen kann“, sagte der Betriebsleiter.

Erstes Oktoberfest

1 von 7

Schlagerhitparade mit Sascha Heyna am 7. Oktober.

Erstes Oktoberfest in der Hartharena am 13. Oktober.

Das Teens-Musical Herzschlag ist im Rahmen von Adonia in ganz Deutschland unterwegs. Am 20. Oktober wird es ab 18.30 Uhr auf der Bühne der Hartharena gezeigt.

Der Tanzstundenball der Schulen ist am 3. November.

Die Weihnachtsshow mit Maximilian Arland ist am 8. Dezember zu erleben.

Die Tanzperlen des Zschopautales feiern am 22. Dezember ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Show.

Der Harthaer Weihnachtsmarkt ist für die Zeit vom 21. bis 23. Dezember geplant.

Jahresabschluss mit Fehlbetrag

Die Turnhalle ist ein Bereich, der vom Kultur- und Sportbetrieb unterhalten wird. Günter Roßberg informierte die Stadträte über den Jahresabschluss 2017, der einen Fehlbetrag von 33 000 Euro aufweist. Das sind 34 000 Euro weniger als geplant. Denn die Sanierung der Turnhalle wurde im vergangenen Jahr nicht abgeschlossen, die Verschönerung der Fassade in dieses Jahr geschoben.

Der Fehlbetrag ist nicht nur wegen der Bauarbeiten entstanden. 2017 erhielt die Bibliothek nur eine Förderung für die Anschaffung von Medien (DA berichtete). Die institutionelle Förderung der Bibliothek in Höhe von 30 000 Euro wurde abgelehnt. Im Nachtragshaushalt wurde die Differenz von 25 000 Euro eingestellt. Zwar erhöhte die Stadt ihren Zuschuss um 9 200 Euro, aber dieser glich die Differenz nicht aus. „Durch viele kleinere Sparmaßnahmen konnten zusätzlich 3 000 Euro eingespart werden. Der Fehlbetrag wird aus der Rücklage des Eigenbetriebes der Stadt entnommen, die nun immer noch einen Stand von mehr als 1,3 Millionen aufweist. „Die Liquidität des Betriebes ist gewährleistet“, so Günter Roßberg. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt hatte im Jahr 2015 ein Haushaltsvolumen in Höhe von mehr als 830 000 Euro. „Für die an uns übertragenen Aufgaben bekommen wir von der Stadt und dem Landratsamt Geld. Einnahmen haben wir hauptsächlich durch den Schulsport in den beiden Turnhallen und auf dem Sportplatz Wiesenstraße. Das waren im vergangenen Jahr 169 000 Euro. Die Absicherung dieser Sportstätten ist unsere Hauptaufgabe. Die machen etwa ein Viertel der Einnahmen aus“, sagte Roßberg.

Sportunterricht bringt Geld

Weitere Einnahmen erwirtschaftet der Betrieb durch Nutzungsgebühren von Sportgemeinschaften und Freizeitsportlern sowie durch Veranstaltungen, für die die Hartharena zur Verfügung gestellt werde. Das sind rund 27 000 Euro im Jahr. „Wir haben einen bunten Mix von verschiedenen Veranstaltungsangeboten, sportlichen Turnieren, Tanzstundenbällen und der Ausrichtung von Feierlichkeiten von Unternehmen gefunden“, so Günter Roßberg. In der Hartharena beginnt ab Oktober wieder die Veranstaltungssaison (siehe Kasten).

Im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss sprachen die Stadträte Sören Lungwitz und Renate Schröder die Hallennutzungsgebühren an. Sie wollten gern noch einmal die Kalkulation dafür erläutert haben. Außerdem sollte nach zehn Jahren, seitdem es die Hartharena gibt, die Positionen überprüft werden. Stadtrat Ronny Walter wünschte sich, bei der Planung des Brunnenfestes mehr die Jugend im Blick zu haben, eventuell ein anderes Konzept aufzustellen. Außerdem wäre es seiner Ansicht nach gut, wenn Plakate in den Nachbarstädten auf das Fest hinweisen würden.