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Montag, 30.01.2012

Tschechischer Frachter rammt Flügelwegbrücke

Das Schiff war an einem Pfeiler auf Grund gelaufen. Erst mit einem Zusatzboot und Schlepper gelang nach vielen Stunden die Bergung.

Von Iris Hellmann

Ein tschechischer Frachter ist an der Flügelwegbrücke auf Grund gelaufen. „Wahrscheinlich ist beim Auslaufen aus dem Alberthafen ein Manöver missglückt“, hieß es aus dem Lagezentrum der für die Wasserschutzpolizei zuständigen Landespolizeidirektion Zentrale Dienste in Dresden. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schiffsverkehr sei nicht behindert worden.

Der Unfall geschah am Sonnabendmorgen gegen sieben Uhr. Der Lastkahn rammte ein Pfeilerfundament und saß fest. Die ersten Bergungsversuche am Sonnabend missglückten. Ein Schlepper allein reichte für die Befreiung nicht. Erst mit einem weiteren sogenannten Stromschubboot und mit der Hilfe der Dresdner Feuerwehr konnte der Frachter am Sonntag gegen 14 Uhr schließlich wieder in die Fahrrinne gehievt werden. Ein Feuerwehrauto hielt mittels einer Winde gegen und stabilisierte so das Heck des Frachters, damit es nicht weiter Richtung Ufer drückte.

Erschwert wurden die Arbeiten durch den sinkenden Elbpegel. „Viel länger hätte man nicht mehr warten können“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Mende. Anschließend wurde der Frachter zurück in den Alberthafen geschleppt. Hier soll er voraussichtlich bis zum Abschluss der Ermittlungen bleiben.

Zur Unglücksursache sowie über die Ladung des Frachters machte die Polizei keine Angaben. Auch zu eventuellen Konsequenzen für den Kapitän gab es keine Aussage. Die Ermittlungen laufen, so der Polizeiführer im Lagezentrum.