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Montag, 30.07.2018

Trainer sucht weiter nach Verstärkungen

Erik Schmidt nimmt kein Blatt vor den Mund, aber über die Startelf für das Derby hüllt er sich weiterhin in Schweigen.

Der Bischofswerdaer Torjäger Frank Zille (Mitte) im Zweikampf mit dem Dresdner Justin Leonard Löwe (links). Rechts dahinter kann Dynamos Aias Aosman den beiden nur noch hinterschauen. Zille blieb diesmal ein Torerfolg verwehrt.
Der Bischofswerdaer Torjäger Frank Zille (Mitte) im Zweikampf mit dem Dresdner Justin Leonard Löwe (links). Rechts dahinter kann Dynamos Aias Aosman den beiden nur noch hinterschauen. Zille blieb diesmal ein Torerfolg verwehrt.

© Rocci Klein

Fußball-Regionalliga. Nicht nur für die Regionalliga-Fußballer vom Bischofswerdaer FV war das Sonntag-Testspiel gegen die SG Dynamo Dresden (0:2) eine Generalprobe. Auch das Stadion „Volksbank Sportpark an der Wesenitz“ wurde eine Woche vor dem Punktspielauftakt gegen die FSV Budissa Bautzen am 4. August auf Herz und Nieren geprüft. Vor rund 1 000 Zuschauern hielten die Schiebocker dabei gut mit, nachdem die Gäste schon in der vierten Spielminute durch einen Treffer von Sascha Horvath in Führung gegangen waren.

Anschließend hatte der BFV durchaus Chancen zum Ausgleich. Doch Dynamos Schlussmann Patrick Wiegers war in Glanzform – sein Gegenüber Oliver Birnbaum im Gehäuse der Schiebocker jedoch ebenfalls. Nach dem Seitenwechsel lauerten die Hausherren auf Konter, während die Dresdner stärker wurden. Es dauerte allerdings bis zur 90. Minute, bis Dynamo durch Erich Berko das 2:0 erzielen konnte.

Das erste Punktspiel der Schiebocker – ursprünglich für Sonntag beim Berliner AK angesetzt – war auf den 19. August verlegt worden. Als Grund gaben die Hauptstädter die noch laufende „Rasenregenerationsphase im Poststadion“ an. Erstaunlich ist allerdings, dass der BAK keinen Ersatzspielort in Berlin ausfindig machen konnte! Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport lehnte eine Verlegung in den Jahnsportpark oder den Olympiapark ab, „weil es nicht sein kann, dass unsere ohnehin äußerst stark beanspruchten Sportrasenflächen zusätzlich mit dem Punktspielbetrieb des BAK belastet werden, weil der Bezirk Mitte in der Saison Regenerationsmaßnahmen durchführt“.

Die Verlegung des Auftaktspiels beim Berliner AK kam BFV-Trainer Erik Schmidt nicht ganz ungelegen. „Eine Woche mehr Vorbereitung und ein Testspiel gegen Dynamo sollten keine negativen Auswirkungen haben“, meint der 39-Jährige schmunzelnd. Er denkt dabei sicher auch an die neun Zugänge, die integriert werden mussten. Einige – wie Stürmer Pavel Cermak – wurden erst am Ende der Vorbereitung unter Vertrag genommen.

Glücksfall Cermak überzeugt

Allerdings hat sich der 29 Jahre alte Tscheche sofort gut eingeführt: „Was Pavel bisher anbietet, sieht sehr gut aus. Wir mussten ja auf der linken Seite reagieren, nachdem Merkel und Huth uns verlassen haben. Insofern war es fast schon ein Glücksfall, dass uns Cermak angeboten wurde.“

Ob die Mannschaft, die am Sonntag gegen Dynamo Dresden begann, auch die Startelf für das Derby gegen Budissa Bautzen sein wird, verriet Schmidt nicht. Sein Blick verriet aber: „Alles ist möglich.“ Wer den 39-Jährigen kennt, der weiß, dass auch die letzten Trainingstage und der jeweilige Gegner eine Rolle spielen. „Wir gehen nicht blauäugig in diese Regionalliga-Saison. Wir wissen, dass wir uns auch den Systemen der Kontrahenten in einer gewissen Weise anpassen müssen. Wir können das, haben auch in der Vorbereitung zum Beispiel schon mit einer Dreier-Abwehrkette gespielt. Wie wir das dann in den Punktspielen auf den Rasen bringen, steht auf einem anderen Blatt.“

Die Frage, ob die Personalplanungen abgeschlossen sind, beantwortet Schmidt sehr deutlich: „Aus meiner Sicht nicht. Wir müssen auf der einen oder anderen Position noch etwas tun. Bei aller Euphorie über den Aufstieg – diese Regionalliga hat das Niveau einer dritten Liga in den vergangenen Jahren. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu naiv an die Sache herangehen. Steigen wir nächstes Jahr wieder ab, kann das ganze Konstrukt zerfallen. Beispiele gab es in der Vergangenheit schon genug.“

Durchaus möglich also, dass es in dieser Woche noch einen weiteren Zugang beim BFV geben wird. Schmidt hält es sogar für möglich, dass der „Neue“, so denn er unterschreibt, gegen Budissa auch von Beginn an spielen kann: „Wenn wir einen Spieler holen, egal ob jung oder schon etwas älter, dann hat der eine komplette Vorbereitung absolviert, ist fit und kann bei uns sofort zum scharfen Start einsteigen. Was wir brauchen, sind Spieler, die die Mannschaft mitziehen.“ (js)