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Freitag, 15.06.2018

Touristenparkplatz fehlt am Görlitzer Hausberg

Von Sebastian Beutler

Ein Ausflugsziel wie die Görlitzer Landeskrone zieht Einheimische wie Touristen aus nah und fern an. Deswegen finden sich in der Nähe solcher Attraktionen größere Parkplätze. Das kann man etwa am Löbauer Berg sehen, wo sowohl unmittelbar am Aufstieg als auch nochmal an der Gaststätte beim Honigbrunnen zahlreiche Parkflächen eingerichtet wurden.

Die Landeskrone hatte lange Zeit einen geduldeten Parkplatz, ebenfalls unmittelbar am Aufstieg, auf einem Privatgrundstück. Seit der Eigentümer das Areal abgesperrt hat, gibt es diese Stellplätze nicht mehr. Doch damit gibt es nur ein paar Parkplätze entlang der Promenadenstraße, am Touristenheim und am Wanderparkplatz zwischen Biesnitz und Kunnerwitz. Für den Görlitzer Stadtentwicklungs-Chef, Hartmut Wilke, ist diese Parkplatzsituation „nach wie vor auskömmlich“. Zugleich aber fügt er vorsichtig an, könne ein „Zusatzbedarf mittel- bis langfristig nicht ausgeschlossen werden“.

Sicher hat die Landeskrone im Vergleich zu anderen Ausflugszielen in der Umgebung den Vorteil, durch die Straßenbahn mit dem Stadtzentrum verbunden zu sein. Darauf verweist Hartmut Wilke, der zugleich ankündigt, dass das Niveau dieser Verbindung erhalten bleibt, wenn die Stadt demnächst den Nahverkehr wieder in eigene Regie übernimmt. Zudem fahren viele Familien gern mit dem Rad bis zur Landeskrone. Doch für Besucher der Gaststätte und des Görlitzer Hausberges aus umliegenden Orten und Städten ist das meist keine Alternative zum Auto. Seit Jahren gibt es daher Überlegungen für einen zentralen größeren Parkplatz für die Landeskrone. Fast wäre er an der Ecke Grenzweg/Schlaurother Straße entstanden – bis sich der Eigentümer dann doch für eine andere Nutzung entschied. Das Problem für die Stadt: Sie hat rund um die Landeskrone wenig geeignete Flächen. Manche, die geeignet scheinen, wie das Dreieck Pfaffendorfer Weg/Schönberger Straße, sind in Privathand. Die Stadt müsste sich mit den Eigentümern über die Flächen einigen. Ein schwieriges Unterfangen in der landschaftlich reizvollen Wohngegend.

Das Görlitzer Rathaus sieht sich aber dabei nicht in einem kurzfristigen Zugzwang. Es sei eine „langfristig angelegte Aufgabe“, erklärt Stadtentwicklungs-Chef Hartmut Wilke. Ganz oben auf seinem Schreibtisch liegt sie also nicht.