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Montag, 24.09.2018

Töppel führt RBC zum Sieg

Von Jürgen Schwarz

Yassen Hidaly setzt sich gegen Nieskys Artur Janus durch. Der Libyer erzielte den zweiten Radebeuler Treffer. Am Ende stand ein 3:0 und damit der erste Saisonsieg des RBC zu Buche. Foto: Lutz Kollmann
Yassen Hidaly setzt sich gegen Nieskys Artur Janus durch. Der Libyer erzielte den zweiten Radebeuler Treffer. Am Ende stand ein 3:0 und damit der erste Saisonsieg des RBC zu Buche. Foto: Lutz Kollmann

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Der Radebeuler BC hat nach zwei Unentschieden in Großenhain und zu Hause gegen Neusalza-Spremberg (jeweils 1:1) sowie der 1:4-Niederlage beim Oberliga-Absteiger in Kamenz den ersten Saisonsieg eingefahren. Im heimischen Weinbergstadion setzte sich die Mannschaft von Trainer Matthias Müller am 4. Spieltag der Fußball-Landesliga Sachsen gegen den FV Eintracht Niesky souverän mit 3:0 (1:0) durch. Die Treffer der Hausherren gingen auf das Konto von Benno Töppel (39., 80.) und Yassen Hidaly (65.).

Matthias Müller hatte vor der Partie deutliche Worte an seine Schützlinge gerichtet: „Kamenz war für uns sicher eine Nummer zu groß, aber die Heimspiele gegen Niesky und Glauchau müssen wir gewinnen, sonst verlieren wir frühzeitig den Anschluss zum Mittelfeld.“ Um das Vorhaben zu verwirklichen, baute der RBC-Coach seine Startelf auf vier Positionen um. Zwischen die Pfosten rückte Toni Bunzel, zudem kamen Felix Helm, Michal Adamczyk und Florian Müller neu ins Team. Abwehrroutinier Armand Deugoue fehlte aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre.

„Es war ein auch in der Höhe vollkommen verdienter Sieg“, resümieret „Lotte“ Müller nach dem ersten Saisondreier. „Wir hatten personell etwas mehr Spielraum und konnten dadurch vor allem im Offensivbereich zulegen.“ Töppel selbst (36.) und Zdenek Kopas (52.) verpassten weitere lukrative Chancen, auf der Gegenseite Jonathan Schneider den zwischenzeitlichen Ausgleich (47.). Beim Stand von 0:2 aus Sicht der Gäste, verpasste der Pole Bogumil Jablonski die Möglichkeit zum Anschlusstor in der 68. Minute. In Niesky dürfte nach der dritten Niederlage schon eine Diskussion um Spieler-Trainer Jiri Sisler einsetzen. Schließlich hatte man sich vor der Saison sogar mit Ex-Dynamo Stefan Süß verstärkt. Sisler spielte bis 2017 in der Regionalliga für Budissa Budissa Bautzen und Süß bis zur Vorsaison in Fürstenwalde. Zusammen kommen die beiden Routiniers auf 89 Viertligapartien. Viel Erfahrung, die der Eintracht unterhalb der Radebeuler Weinberge allerdings wenig nutzte.

Am Samstag erwarten die Radebeuler den RBC Rapid Chemnitz, der sich in dieser Saison ohne seine Torjäger Florian Mielke behaupten muss. Der 1,99-m-Angreifer schoss Rapid in den letzten beiden Jahren im Alleingang zum Klassenerhalt, eroberte mit insgesamt 55 Treffern jeweils die Liga-Torschützen-Kanone. Im Sommer wechselte Mielke in die Regionalliga zum VfB Auerbach. „Wir haben da einiges gutzumachen“, weiß Müller. In der Vorsaison verlor seine Mannschaft beide Partien deutlich.