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Dienstag, 15.05.2018

Timo Werner erfüllt sich den WM-Traum

Der erholsame Sommer-Urlaub fällt für Timo Werner ins Wasser. Deutschlands Sturm-Hoffnung verlängert nach über 50 Pflichtspielen die ohnehin schon lange Saison. Es geht zur WM. Jetzt gibt es für Werner ein neues Ziel: „Wir sind auf jeden Fall Topfavorit.“

Von Frank Kastner und Sandra Degenhardt

„Wir haben etwas Großes vor in diesem Sommer:“ Timo Werner hat ehrgeizige Ziele.
„Wir haben etwas Großes vor in diesem Sommer:“ Timo Werner hat ehrgeizige Ziele.

© Jan Woitas/dpa

Leipzig. Den Traum von der WM-Teilnahme hat sich Timo Werner mit der Nominierung erfüllt, nun geht es an die sportlichen Ziele. Der Confed-Cup-Torschützenkönig gilt als Deutschlands Sturmhoffnung. Trotz seiner zwölf Länderspiele hat der 22-Jährige ehrgeizige Ziele. „Wir haben etwas Großes vor in diesem Sommer. Ich freue mich unglaublich auf die WM, so langsam kann es losgehen“, sagte Werner dem MDR und betonte: „Wir sind auf jeden Fall Topfavorit.“

Nach der erstmaligen Doppelbelastung im erst zweiten Bundesliga-Jahr von RB mit Champions League und Europa League war auch der Akku beim pfeilschnellen Angreifer zuletzt leer. Nach einer Durststrecke von 459 Minuten jubelte Werner im letzten RB-Heimspiel beim 4:1 gegen den VfL Wolfsburg wieder. Insgesamt erzielte er in der abgelaufenen Bundesliga 13 Treffer.

Seine Limits hat Werner nach eigener Aussage und nach Einschätzung seines Trainers Ralph Hasenhüttl noch lange nicht erreicht. Was er noch besser machen kann? „Noch torgeiler werden“, sagt Werner, der in den vergangenen zwei Spielzeiten so viel erlebt wie andere nicht in einer ganzen Karriere: erst seine legendäre Schwalbe und die Hassreaktionen gegen ihn, dann die Vize-Meisterschaft mit Leipzig dank seiner 21 Bundesliga-Treffer, Debüt in der DFB-Elf, Confed-Cup-Sieg inklusive der Torjägerkrone. „Kein Märchen hätte es besser schreiben können, was in den letzten anderthalb Jahren bei mir los war.“

Nun will er mit seiner Schnelligkeit („Ich bin dankbar, was der liebe Gott mir mitgeben hat“) und seinem Tordrang dafür sorgen, dass Deutschland bei der Weltmeisterschaft vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland erneut weit kommt. Er selbst will da keinen Ego-Trip fahren. „Es zählt das Eine, und das ist Weltmeister werden. Da zählt nicht, ob man Torschützenkönig wird oder eine Minute mehr spielt als der andere“, sagte Werner zuletzt in Leipzig bei einem Empfang des russischen Generalkonsulates.

Sein Start in der Nationalmannschaft hatte bei seinem Debüt im März 2017 gegen England mit einem Muskelfaserriss begonnen. Im darauffolgenden Sommer war Werner, der zuvor schon sämtliche Junioren-Mannschaften des DFB durchlaufen hatte, maßgeblich am Gewinn des Confed-Cups durch die DFB-Elf beteiligt und bekam den Goldenen Schuh als Torschützenkönig. In bisher zwölf Einsätzen in der Nationalmannschaft erzielte Werner sieben Tore. „Er wird die nächsten zehn Jahre in Deutschland im Sturm dominieren“, hatte vor längerem schon mal Sturmrivale Mario Gomez von Werners ehemaligem Club VfB Stuttgart betont. Gomez war früher für Werner das Idol seiner Jugend. (dpa)

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