erweiterte Suche
Mittwoch, 26.04.2017

Tillich besucht Bombardier

Stanislaw Tillich hat einen Rundgang durch das Werk in Görlitz gemacht – und Hilfe für den Erhalt des Standortes versprochen.

Bild 1 von 2

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (vorne links) und der Görlitzer Bombardier-Betriebsratsvorsitzende René Straube (rechts daneben) verlassen nach einem Treffen das Görlitzer Bombardier-Gelände.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (vorne links) und der Görlitzer Bombardier-Betriebsratsvorsitzende René Straube (rechts daneben) verlassen nach einem Treffen das Görlitzer Bombardier-Gelände.

© nikolaischmidt.de

  • Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (vorne links) und der Görlitzer Bombardier-Betriebsratsvorsitzende René Straube (rechts daneben) verlassen nach einem Treffen das Görlitzer Bombardier-Gelände.
    Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (vorne links) und der Görlitzer Bombardier-Betriebsratsvorsitzende René Straube (rechts daneben) verlassen nach einem Treffen das Görlitzer Bombardier-Gelände.
  • Vor dem Werkstor geben sie Interviews an die Medienvertreter. Dahinter stehen der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Kretschmer (li.) und der CDU-Landtagsabgeordnete Octavian Ursu.
    Vor dem Werkstor geben sie Interviews an die Medienvertreter. Dahinter stehen der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Kretschmer (li.) und der CDU-Landtagsabgeordnete Octavian Ursu.

Görlitz. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat Mittwochvormittag recht überraschend das Görlitzer Bombardier-Werk besucht. Nach einem Gespräch mit dem Betriebsrat machte Tillich einen Rundgang durch das Werk. Er habe sich persönlich über die Produktion am Standort Görlitz ein Bild machen wollen, sagte Tillich im Anschluss gegenüber Medienvertretern. Die Belegschaft hoffe auf Unterstützung durch die Politik und die werde es auch geben, versprach der Ministerpräsident. Sobald es schlüssige Konzepte für das Werk gibt, werden auch die versprochenen Fördermittel fließen. „Wir wollen alle Standorte erhalten. Und Görlitz ist ein sehr traditionsreicher Standort, mit großen Erfahrungen und Kompetenzen, die es zu bewahren gilt.“ Er wünsche sich, dass die Synergien zwischen den Standorten Bautzen und Görlitz gut genutzt werden, sagte Tillich.

Zuletzt war Görlitz etwas ins Hintertreffen geraten, als im Februar bekannt wurde, dass in Görlitz in Zukunft nur noch Alu-Wagenkästen gefertigt, Bautzen hingegen industrieller Leitstandort werden soll - und ein Kompetenzzentrum für die Bahn-Produktion. Hier soll die Serienfertigung von S- und U-Bahnen sowie Regional-und Fernzügen angesiedelt werden.

Zu den Fusionsgerüchten zwischen Siemens und Bombardier sagte der Ministerpräsident: „Bombardier hat uns seine Überlegungen dazu vorgestellt. Es geht um die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Unser Interesse ist der Erhalt der Waggonbaustandorte, wie der Eigentümer am Ende heißt, ist nicht entscheidend.“

Indes warten die Bombardier-Beschäftigten noch immer auf Details zum weiteren Stellenabbau. Im Sommer will der kanadische Konzern bekannt geben, wie viele der 8500 Bombardier-Jobs in Deutschland in Gefahr sind und wen der Stellenabbau am härtesten trifft. In Görlitz gibt es derzeit noch 1900 Beschäftigte, davon sind 1300 fest angestellt. (SZ/dan)