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Freitag, 10.08.2018

Tierisches Maskottchen

Bislang zierte die Gans nur das Ortswappen. Jetzt haben die Ehrenberger einen echten Hingucker.

Von Anja Weber

Ehrenbergs Wappentier, eine Gans, kann seit Kurzem auch am Dorfplatz bestaunt werden.
Ehrenbergs Wappentier, eine Gans, kann seit Kurzem auch am Dorfplatz bestaunt werden.

© Dirk Zschiedrich

Ehrenberg. Die Ehrenberger haben es schon immer mit dem lieben Federvieh und da vor allem mit Gänsen. In früheren Zeiten müssen wohl, so sagen es historische Akten, eine Menge Gänsezüchter im Ort gelebt haben. Und bei den Ehrenbergern hieß das Hüten der Gänse huscheln. So kam auch der Name Huschelfest zustande, welches aller zwei Jahre in dem Hohnsteiner Ortsteil gefeiert wird, so wie im Juni dieses Jahres. Auch jetzt gibt es noch einige wenige Einwohner, die sich Gänse halten und zu Weihnachten schlachten.

Die Gans als Wappentier hat sich gehalten. Und jetzt gibt es sie auch als ganz liebenswertes Geschöpf für alle zum täglichen Betrachten am Dorfplatz. Und damit dürfte Ehrenberg nun ein echtes Maskottchen haben. Und sicherlich ist das auch schon manchem aufgefallen sein. Die Idee dazu reifte in Vorbereitung des Huschelfestes. Die Ehrenberger hatten dafür auch die Kettensägenkünstlerin Karen Hobelsberger aus Wachau eingeladen. Die Künstlerin ist unter anderem auch für ihre filigranen wie lustigen Tierfiguren wie Katzen oder auch Eulen und Pferde bekannt. Da dürfte doch auch eine Gans für sie kein Problem sein, sagte sich zumindest das Organisatorenteam um das Huschelfest. Sie haben Recht behalten. Karen Hobelsberger gab alles zum Huschelfest. So hatten die Ehrenberger nicht nur die Attraktion an einem Wochenende, sondern jetzt auch eine bleibende Erinnerung. Eine Gans, gesägt aus einem Eichenstamm. Auch ein Platz war schnell gefunden. Doch ganz so unbehütet wollten die Ehrenberger ihr neues Lieblingsstück wohl doch nicht lassen. Und so wurde ein Pavillon gebaut.

Offenbar waren viele im Ort von dieser Idee so begeistert, dass sie mitgeholfen haben und die Behausung der Gans zurechtgezimmert haben. Dabei gab es unter anderem auch entsprechende Hilfe von Firmen, die Material und auch ihre Technik gesponsert haben, wo menschliche Arbeitskraft mal nicht ausreichte. Die Restkosten sowie die Holzgestalterin haben dann noch die Ehrenberger Vereine finanziert. Und es passte alles zusammen. Karen Hobelsberger präsentierte sich eben als echte Kettensägenkünstlerin und hatte in kurzer Zeit die Gans zurecht gesägt. Dann kam noch der Feinschliff und das Tier konnte im Pavillon aufgestellt werden.