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Samstag, 11.08.2018

Teurer Planungsfehler

Der neue Busplatz an der Grundschule Sohland ist für Busse nicht erreichbar. Das soll sich endlich ändern.

Von Katja Schäfer

Für die Nutzung der Bushaltestelle an der Schule in Sohland zeichnet sich eine Lösung ab. Die ist aber erst im Herbst fertig.
Für die Nutzung der Bushaltestelle an der Schule in Sohland zeichnet sich eine Lösung ab. Die ist aber erst im Herbst fertig.

© Steffen Unger

Sohland. Ein Jahr nach seiner Fertigstellung kann der neue Busplatz an der Sohlander Grundschule wohl endlich genutzt werden. Vorausgesetzt, diesmal geht alles glatt. Mitte September soll der Umbau jener Stelle beginnen, die bislang verhindert, dass Busse die Haltestelle oberhalb der Frühlingsberg-Grundschule erreichen.

Damit wird ein Problem beseitigt, das für viel Kopfschütteln sorgte. Mit dem Ausbau der B98, an der die Schule liegt, hatte die Gemeinde den Busplatz und dessen Zufahrt umgestalten lassen. Doch Schüler, die mit dem Bus zur Schule kommen, müssen bis heute an der Bundesstraße ein- und aussteigen. Denn die Busse können die Haltestelle oberhalb der Schule nicht ansteuern. An der Stelle, wo die Zufahrt von der B98 abzweigt, setzen sie auf. Grund dafür ist ein Planungsfehler. Das haben Untersuchungen ergeben. „Das Quergefälle der B98 in Höhe der Zufahrt zur Frühlingsbergschule und das Längsgefälle der Zufahrtsstraße stehen im Widerspruch, sodass Bussen die Bodenfreiheit fehlt“, erklärte Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) Anfang des Jahres. Die Unterlagen sowohl für den Ausbau der Bundesstraße im Auftrag des Lasuv als auch für die Umgestaltung der Schulzufahrt im Auftrag der Gemeinde hatte ein Dresdner Planungsbüro erarbeitet. Es muss nun auch die Kosten für die Nachbesserungsarbeiten tragen. Laut Ekkehard Hultsch, Bauamtsleiter in Sohland, sind das 167000 Euro. „Eine Vereinbarung mit dem Schadensverursacher ist unterschrieben“, berichtet er. Der Auftrag ist inzwischen erteilt. Als „massiven Eingriff“ beschreibt der Amtsleiter die Arbeiten.

Die frisch ausgebaute B 98 muss auf einer Länge von 50 Metern wieder aufgerissen werden, die neue Schulzufahrt auf 25 Metern. Wenn die Neigungen und Gefälle aufeinander abgestimmt wurden, sind Anpassungen an den Bereichen neben den Fahrbahnen notwendig, unter anderem an den Borden und am Radweg. Bis Ende Oktober/Anfang November soll alles erledigt sein. Während der Arbeiten wird der Bereich vor der Schule voll gesperrt. Eltern, die ihre Kinder zur Schule und zum Hort fahren, müssen ihre Autos auf dem etwa 250 Meter entfernten Stauseeparkplatz stehen lassen. Schüler, die mit dem Bus kommen, steigen weiterhin an Ersatzhaltestellen an der Bundesstraße aus und ein. Schülerlotsen sorgen dabei für Sicherheit. Für Autos bleibt die Umleitung über Taubenheim bestehen, die derzeit gilt, weil an einem weiteren Abschnitt der B 98 zwischen Ortsausgang Sohland und Ortsteil Wassergrund gebaut wird. (SZ/ks)