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Montag, 24.09.2018

Telefonmast verhindert Durchfahrt

Auf der Straße in Aschershain gibt es kein Durchkommen mehr. Sie ist voll gesperrt. Das hätte verhindert werden können.

Von Sylvia Jentzsch

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Der Telefonmast gegenüber dem Grundstück Aschershainer Straße 7b liegt fast auf der Straße. Die ist vorerst voll gesperrt.
Der Telefonmast gegenüber dem Grundstück Aschershainer Straße 7b liegt fast auf der Straße. Die ist vorerst voll gesperrt.

© Dietmar Thomas

  • Der Telefonmast gegenüber dem Grundstück Aschershainer Straße 7b liegt fast auf der Straße. Die ist vorerst voll gesperrt.
    Der Telefonmast gegenüber dem Grundstück Aschershainer Straße 7b liegt fast auf der Straße. Die ist vorerst voll gesperrt.
  • Zwar hatte der Sturm am Sonntagnachmittag einen Beitrag beim Umknicken geleistet, doch die Ursache ist der marode Mast.
    Zwar hatte der Sturm am Sonntagnachmittag einen Beitrag beim Umknicken geleistet, doch die Ursache ist der marode Mast.

Hartha. Die schlechte Nachricht für die Aschershainer ist, dass die Dorfstraße gesperrt ist. Die Gute: Sie können noch telefonieren, obwohl am Sonntagmittag ein Telefonmast in Höhe des Hauses Nummer 7b umgekippt ist. Er hing, zumindest am Montagmittag, noch an einem Kabel, das an diesem Haus befestigt ist.

Zum Ärger der Eigentümer wurde die Fassade erst vor wenigen Tagen erneuert. „Wir haben das Gerüst erst am Freitag abgebaut. Und nun das“, sagte Monika Krahmer. Dabei hätte genau das nicht passieren sollen. Anfang September stellte Familie Krahmer fest, dass der Telefonmast gegenüber ihrem Grundstück am unteren Ende morsch ist. Das meldete Monika Krahmer am 2. September der Stadt Hartha. Gleich am nächsten Tag wurde ein Mitarbeiter gesehen, der sich den Zustand angesehen haben und sich Notizen gemacht haben soll. „Ich hatte am Telefon noch gesagt, dass es nicht so lange dauern soll, bis etwas passiert“, sagte die Aschershainerin. Sie habe sich im Kalender notiert, wann sie angerufen hat. „Ich hatte schon so ein komisches Bauchgefühl“, sagte Monika Krahmer. Und sie sollte sich nicht täuschen. Der Regen und der starke Wind am Sonntag taten ihr übriges.

Gegen 16 Uhr fiel der Telefonmast um. „Gehört haben wir das nicht. Aber als ich auf die Straße schaute, sah ich, dass der Mast ganz schief und über die Straße hing“, so die Aschershainerin. Der Nachbar habe sofort ein Warnschild aufgestellt. Zunächst wurde Gemeindewehrleiter René Greif angerufen und nach der Nummer des Entstörungsdienstes gefragt. Nach einigen Recherchen konnte er diese weitgegeben. Verwundert war er, als die Feuerwehr um 20.48 Uhr genau zu dieser Sache in Aschershain gerufen wurde. Warum das so spät passierte, dazu gibt es nur Spekulationen. Vor Ort angekommen, stellten die Feuerwehrleute fest, dass die Polizei bereits die Absperrung vorgenommen hatte. „Nach der Lageerkundung bestand für die Feuerwehr kein Handlungsbedarf. Wir rückten wieder ein“, so Greif.

Monika Krahmer hatte noch einen Lasterfahrer, von dem sie wusste, dass er jeden Sonntag die Straße befährt, angerufen. „Ich hatte Bedenken, dass er bei Dunkelheit die Sperrung übersieht“, sagte Krahmer.

Bauamtsleiter Ronald Fischer bestätigte, dass die Stadt die Information an die Telekom weitergeleitet hat. Doch bisher habe sich nichts getan. Auch wie lange die Straße gesperrt werden muss, kann Fischer nicht sagen. Bisher hat die Telekom noch nicht einmal einen Antrag für eine Sperrung gestellt, um den Schaden beheben zu können. „Jetzt telefonieren wir noch dem Verursacher hinterher“, so Fischer. Auf die Anfrage des DA beim Sprecher der Telekom gab es am Montag keine Antwort, warum nicht schon eher gehandelt wurde und wann der Schaden behoben wird.