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Donnerstag, 08.03.2018

Tagebau-Sanierer sollen Lausitzer Zukunft managen

Für Ministerpräsident Michael Kretschmer ist der Wandel der Lausitz eine Generationenaufgabe. Schon jetzt wird dafür ein Forschungsinstitut gegründet. Aber nicht nur das.

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Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (M.) hat im Februar den Braunkohletagbau Nochten besucht.
Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (M.) hat im Februar den Braunkohletagbau Nochten besucht.

© Rainer Weisflog

Weißwasser. In Görlitz wird noch in diesem Jahr ein deutsch-polnisches Forschungsinstitut angesiedelt. Es soll Zukunftstechnologien entwickeln, die von Lausitzer Unternehmen in Produkte umgesetzt werden können. Das solle den Strukturwandel in der Region zu unterstützen, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka beim Lausitz-Forum in Weißwasser. Ihr Ministerium habe in den vergangenen Jahren rund 300 Millionen für Forschung und Entwicklung in der Lausitz ausgegeben. Diese Förderung werde fortgesetzt.

Eingeladen zum Lausitz-Forum hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Nach seiner Auffassung ist der Wandel der Lausitz eine Generationenaufgabe und umfasst auch nicht nur den schrittweisen Abschied von der Braunkohle. „Der Strukturwandel wird viele Milliarden gekostet haben, wenn er in 30, 35 Jahren abgeschlossen ist“, sagte Kretschmer. Zunächst solle jedoch der Bund eine Anschubfinanzierung von rund einer Milliarde leisten. Davon könnten Infrastruktur – wie etwa Straßen- und Schienenwege sowie schnelles Internet – zukunftsfähig gemacht werden.

Um im Wettbewerb der Regionen mithalten zu können, müsste die Lausitz kostengünstiger wirtschaften, sagte der Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität, Jörg Steinbach. Robert Knippschild vom Leibnitz-Institut ermunterte die Lausitzer, mehr mit dem Namen der Region zu werben. „Viele Regionen wären froh, könnten sie mit so einem eingängigen Begriff agieren“, sagte der Wissenschaftler. (SZ/tbe)

Hier geht’s zu den weiteren Beiträgen anlässlich des Lausitz-Forums: www.sz-link.de/lausitz-forum

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. BockZumGärtner

    "...Ihr Ministerium habe in den vergangenen Jahren rund 300 Millionen für Forschung und Entwicklung in der Lausitz ausgegeben. Diese Förderung werde fortgesetzt. ..." In welchen Jahren wurde wieviel Geld für welche Projekte mit welchem Erfolg ausgegeben? Wer hat für was, wieviel Geld bekommen und was wurde dafür an Gegenleistung KONKRET erbracht? Die Tagebau-,Braunkohlekraftwerksbetreiber und Bergbausanierer verstehen es vorzüglich sämtliche Subventionsgelder für sich abzuzweigen und möglichst teure Projekte mit viel Folgekosten zu projektieren. Das Geld fehlt dann wirklich für innovative Forschung, start-up-Gründung, eine Feruniversität mit allen Studiengängen und Meisterberufen, der Aufbau von Bambuswäldern zum CO2-Abbau (mit Einnahmen aus CO2-Zertifikate-Handel), zum Aufbau von Wildreservaten für bedrohte Tier-und Pflanzenarten der Welt. Die Flutung der Tagebauseen kann massive Hangrutschungen begünstigen(s. Bombenangriffe auf die Grubenränder -->weiträumige Rutschungen).

  2. ListeAnVorschlägen

    Die Bauern haben für Ihre Produkte auch schon seit langer Zeit keine fairen Marktpreise erzielen können. Sinnvolle Investitionen in die Lausitz: -Internet-Ebook-Bibliothek f. alle Studiengänge u. Meisterberufe,Schulformen -Rückbau aller schadstoffbelasteten Ställe -Neubau von tiergerechten Ställen für vorzüglichste Bio-Lebensmittelproduktion -Klärschlammmanagement - Investitionen in stark verbesserte Trinkwasseraufbereitung (s.Medikamente, Mikroplaste) -mobile Arztpraxen, Geldautomaten,Pflegedienste fördern u. überwachen -Fernuni mit allen Studiengängen und Meisterkursen in Löbau -Quecksilber-Filter für Kraftwerke -Diversifizierung der Elektroenergiegewinnungsanlagen (Kohlekessel stark verkleinern, Biogas-/Solar-/Geothermie-Kraftwerke fördern) -Bambuswälder statt Tagebauflutungen(Einnahmen aus Verkauf von CO2-Zertifikaten; Bambus verarbeitende Industrie;Pandas ) -stillegelegte Tagebaue als Flora-Fauna-Arche-Noahs der bedrohten Arten der Erde - Filmindustrie -Software-Industrie

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