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Freitag, 09.11.2018

Straßenbaustelle wächst

Südlich von Leppersdorf entstehen weitere Bauwerke. Damit drehen sich an etwa zehn Stellen die Baukräne.

Zwischen Lichtenberg und Leppersdorf wird der Verkehr mit Ampeln geregelt. Auch hier ist ein kommender Brückenbau der Hintergrund.
Zwischen Lichtenberg und Leppersdorf wird der Verkehr mit Ampeln geregelt. Auch hier ist ein kommender Brückenbau der Hintergrund.

© Thorsten Eckert

Radeberg / Lichtenberg. Jetzt geht es Schlag auf Schlag: An mindestens vier Brücken für die neue S 177 wird zwischen Radeberg, Leppersdorf und Lichtenberg wird jetzt schon gearbeitet. Jetzt kommen erneut welche hinzu. Damit sind fast alle der insgesamt 14 Ingenieurbauwerke an der künftigen Spange in Arbeit. „Wir beginnen mit dem Neubau von drei neuen Brückenbauwerken“, sagt Sprecherin Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

Los geht es mit einer Fledermausbrücke. Sie entsteht südlich von Leppersdorf etwa 350 Meter westlich vom Abzweig nach Kleinröhrsdorf und ist auch von der Staatsstraße S 95 aus zu sehen. Hier können die Tiere dann gefahrlos die Schnellstraße queren. Sie werden mittels einer speziellen Bepflanzung über die Brücke geleitet. „Außerdem richten wir für zwei weitere Brücken noch in diesem Jahr die Baustellenzufahrten ein.

Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen an beiden Bauwerken im Januar 2019“, sagt Isabel Siebert. Nach ihren Angaben wird diese Brücke am künftigen Abzweig der „alten“ S 95 nach Leppersdorf gebraucht. Es handele es sich um die künftige Überführung der „alten“ Verbindungsstraße Radeberg – Leppersdorf, der S 95, über die S 177. Perspektivisch wird damit eine gefahrlose Zu- und Abfahrt von und zur S 95 auf die S 177 möglich. Die Baustelle befindet sich rund 300 Meter südwestlich des jetzigen Abzweigs nach Kleinröhrsdorf.

Die dritte Brücke ist für einen Wirtschaftsweg über die neue S177 gedacht. Die Baustelle befindet sich nur einige hundert Meter von den anderen beiden entfernt. Größere Behinderungen des Autoverkehrs gibt es im Zusammenhang mit den drei neuen Baustellen vorerst nicht. Die Baukosten für die drei Brücken betragen insgesamt 3,7 Millionen Euro, sie werden vom Freistaat Sachsen mit Steuermitteln finanziert.

Insgesamt liegen die Kosten für den gut fünf Kilometer langen Abschnitt bei rund 50 Millionen Euro. Die Gemeinde Wachau trägt einen Eigenanteil von rund 1,6 Millionen Euro. Außer den Brücken entstehen unter anderem zwei Hochwasserrückhaltebecken und es wird eine neue Autobahn-Anschlussstelle errichtet. Gleichzeitig wird die vorhandene Anschlussstelle Pulsnitz zurückgebaut.

Die neue Staatsstraße verbindet die Bundesautobahn A 17 bei Pirna mit der A 4 bei Pulsnitz und wird eine Gesamtlänge von rund 33 Kilometern haben. 17,5 Kilometer sind bereits befahrbar. Leppersdorfer klagen seit Langem über den starken Autoverkehr in ihren Ort. Die Verbindung wird von vielen Lkw auf dem Weg zur Autobahn genutzt. (SZ/td/ha)