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Montag, 14.05.2018

Strahlenmessung an Schacht beendet

Der ehemalige Reiboldschacht in Freital-Kleinnaundorf soll saniert werden. Nun ist eine Etappe dafür geschafft.

Von Tobias Winzer

Zum Bau des Sportplatzes in Kleinnaundorf soll Haldenmaterial verwendet worden sein.
Zum Bau des Sportplatzes in Kleinnaundorf soll Haldenmaterial verwendet worden sein.

© Archiv: Egbert Kamprath

Freital. Wie stark strahlt das Gelände rund um den ehemaligen Reiboldschacht in Freital-Kleinnaundorf? Und welcher Aufwand ist folglich nötig, um das Areal zu sanieren? Diese beiden Fragen sollen schon bald beantwortet sein. Wie das zuständige Oberbergamt mitteilt, sind die im Februar begonnenen Untersuchtungen mittlerweile beendet. Der Ergebnisbericht zur radiologischen Auswertung liege dem Oberbergamt und dem Landesamt für Umwelt, Geologie und Landwirtschaft als zuständiger Strahlenschutzbehörde bisher jedoch noch nicht vor, heißt es. Die Ergebnisse sollen den Angaben zufolge in die Sanierungsplanung einfließen. Die Planung solle im Juli dieses Jahres fertig sein.

Im Reiboldschacht wurde von 1837 bis 1871 Steinkohle abgebaut. Das unbrauchbare Material wurde zu einer Halde aufgeschüttet. Die belastete Erde von dort wurde schließlich in den 1920er-Jahren unter anderem zum Bau des Sportplatzes am Messweg in Freital-Kleinnaundorf verwendet. Deshalb will das Oberbergamt nun an die Fläche ran. Die in Freiberg ansässige Behörde kümmert sich um die Hinterlassenschaften des Altbergbaus.

Für die Sanierung bekommt die Behörde Geld von der EU. Ein Budget von einer Million Euro steht für die Sanierung des Schachtes und des Sportplatzes zur Verfügung. Nach aktuellen Planungen sind die Bauarbeiten für 2019 vorgesehen – nach dem Ende der jetzt startenden Untersuchungen. Wie es zuletzt hieß, wollen Stadt und Oberbergamt Ende 2018 die Kleinnaundorfer über die Ergebnisse der Untersuchungen informieren. Denn das Projekt sorgt in dem Freitaler Ortsteil für Kritik. Nach der Sanierung könnten auf dem jetzigen Sportplatz Grundstücke zum Bau von Eigenheimen entstehen. Noch ist aber nichts entschieden, wie das Rathaus immer wieder betont hat.