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Mittwoch, 08.08.2018

Stinkende Brühe läuft in den Lößnitzbach

Spaziergänger fiel die eklige Flüssigkeit als Erstes auf. Dann wurde das Ordnungsamt informiert.

Von Nina Schirmer

Das Wasser im Lößnitzbach schimmert unnatürlich blau, an manchen Stellen hat sich eine Schaumschicht gebildet.
Das Wasser im Lößnitzbach schimmert unnatürlich blau, an manchen Stellen hat sich eine Schaumschicht gebildet.

© Nina Schirmer

Radebeul. Kein Tropfen Wasser fließt derzeit mehr durch den Graben, in dem sonst der Lößnitzbach plätschert. Nach der Dürre der letzten Wochen ist alles komplett ausgetrocknet. Doch an einer Stelle, dort wo der letzte Zipfel der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße in den Lößnitzgrund trifft, bilden sich komischerweise Pfützen. Das Wasser schimmert unnatürlich blau, an manchen Stellen hat sich eine Schaumschicht gebildet. Über allem hängt ein beißender Geruch. Schon mehreren Spaziergängern ist die eklige Flüssigkeit aufgefallen. Sie informierten das Ordnungsamt.

Stadtsprecherin Ute Leder teilt auf SZ-Anfrage mit, dass es sich bei der ekligen Brühe um Abwasser aus einem Wohnhaus handelt. „Die Hebeanlage der Kleinkläranlage mit biologischer Reinigungsstufe war defekt“, so Leder. Inzwischen sei die Anlage aber bereits repariert und wurde wieder in Betrieb genommen. Die Wasserversorgung und Stadtentwässerung (WSR) werde noch einen weiteren Kontrolltermin vor Ort machen, um zu prüfen, ob wirklich nichts mehr in den Bach läuft.

Bedenken, dass auch giftige Stoffe über das Wasser in den Boden gelangten, kann die Sprecherin ausräumen. „Da ausschließlich häusliches Schmutzwasser ausgetreten ist, sollten mit hoher Wahrscheinlichkeit keine giftigen Stoffe in den Lößnitzbach gelangt sein“, erklärt sie. Dennoch überprüfe auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises den Vorgang.